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 Rarity - Shipping!

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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Rarity - Shipping!   Mo Nov 18, 2013 11:38 pm

Hastig, aneinander vorbei rauschend bevölkerten sie die Gänge. Niedere Wesen, Hauselfen, Ministeriumsangestellte, Greifer und Werwölfe. Gringott's Kobolde und Politiker. Dicht aneinander gedrängt stießen sie beinah gegeneinander, schienen sich teilweise nicht einmal genau in Augenschein zu nehmen, sie wieder um eine andere Ecke bogen.
Bartemius seufzte. Sein Blick wanderte von einem Gesicht zum anderen, abschätzend und vorsichtig.
Sicherlich, er war es nicht mehr gewohnt sich so frei bewegen zu können wie jetzt. Mit beiden Beinen wieder im Ministerium zu stehen, ohne dass schwere magische Ketten daran hingen, die ihm das Gehen schwer machten, nein, sondern wieder in teuren Schuhen und einem maßgeschneiderten Anzug, wie es früher gewohnt gewesen war.
Einen Moment lang wollten Erinnerungen aus seinem Unterbewusstsein hervor drängen, Schreie und Worte die ihn verwirrten, sodass er es meinem leichten Blinzeln aus seiner Gedankenwelt verdrängte und sich wichtigeren Dingen widmete.
Er hatte schließlich einen Job zu erledigen.

Seine Schritte beschleunigten sich, er hatte keine Zeit mehr für alberne Nostalgie, für die räumte er immerhin genügend Zeit ein, wenn er die kleine Salem mal wieder ärgerte. Oder ihren Bruder.
Bei dem Gedanken musste er grinsen, dachte an das süße blutverschmierte Gesicht des jungen Mannes und stieß dabei, nach eindringlichem Klopfen, laut eine Tür auf, die sich am Ende eines dunklen Ganges befand, den rasch durchquert hatte.
Das alte Holz wimmerte leise auf und das Geräusch hallte einen Moment lang durch das Büro.

Mit einem zufriedenen Lächeln betrat Bartemius Crouch Jr. den Raum, näherte sich mit langsamen Schritten dem leergefegten Schreibtisch und begann seinen neuen Arbeitsplatz zu begutachten.
Ja, hier würde es sich gut leben lassen. Vorallem mit dem angrenzenden Keller.


Zuletzt von Barty Crouch Jr. am Mi Apr 08, 2015 2:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rhydian Rockwood
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Di Nov 19, 2013 12:30 am

Seine Finger sind ganz kalt, als er sich damit übers Gesicht fährt.
Heute ist kein guter Tag und morgen wird kein guter Tag sein. Die ganze Woche wird schlecht bleiben und eigentlich will er das Gebäude gar nicht betreten, weil er genau weiß, dass er sich jetzt mit diesem Crouch-Menschen treffen muss. Diesem unglaublich widerlichen, unglaublich unangenehmen Crouch-Menschen, mit dem er eigentlich gar nichts zu tun haben will. Er hat ihn zuvor schon das eine oder andere Mal gesehen und immer hat er sich gedacht, dass er froh ist nichts Näheres mit diesem Kerl zu tun zu haben, weil er wirkt, als wäre er der größte Psychopath, der unter der Sonne wandelt. (Was natürlich nicht wahr ist, denn Rhydian hat schon viel schlimmere Menschen getroffen als diesen Kerl. Der weiß nur nicht, was er tut, weil er so verrückt geworden ist.)

Er seufzt, als er die Telefonzelle betritt und somit den Eingang zum Ministerium.
Eigentlich hat er so viel besseres zu tun, als hier herumzustehen und sich Gedanken darüber zu machen, wie er mit diesem Crouch-Menschen umzugehen hat. (Wobei es mehr daran liegt, dass er nicht weiß, wie er mit dem Crouch-Menschen umgehen soll.)

Die Dame am Eingang nickt ihm finster zu und er glaubt, sich an sie erinnern zu können. Zumindest muss sie ihn kennen, denn sonst müsste er die endlosen Sicherheitschecks über sich ergehen lassen, wer er denn sei und den ganzen üblichen Stress, den er im Normalfall mögen würde, weil es Routine bedeutet und er nichts mehr liebt als Routine und Eingängigkeit.
Nur heute ist er irgendwie froh drum, dass er sich nicht unnötig aufhalten lassen muss, weil er weiß, dass er den Tag (und damit die Woche) nur schnell hinter sich bringen kann, wenn er früh damit beginnt.
Herauszögern ist etwas für Feiglinge, denkt er, als er den Fahrstuhl betritt und nach unten fährt. Nicht dorthin, wo sein Büro sich befindet. Nicht zum Premierminister. Sondern zu diesem Crouch-Menschen, der unangenehmer nicht sein könnte.

Ein letztes Bei Merlin murmelnd klopft Rhydian und wartet auf ein Herein.
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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Di Nov 19, 2013 8:14 pm

Langsam atmete er aus. Sein Lächeln verblasste, seine Augen schienen einen Moment trüb und leblos zu werden, tief in Gedanken versunken.
Noch immer haftete sein Blick auf dem glänzend polierten Holz des Schreibtisches, während seine Hand langsam über dessen glatte Obefläche strich. Er bemerkte jede Unebenheit, hielt inne.
Seine noch eben zu einem breiten Grinsen verzogenen Lippen, pressten sich jetzt aufeinander, er wirkte bleich.
Er konnte die Rillen des Holzes spüren, die gegen seine Fingerspitzen drückten, als er schließlich inne hielt und seine Hand gänzlich auf den Tisch stützte.
Die Genauigkeit seiner Sinne schienen ihm in Momenten wie diesem fast schon surreal, nachdem er jahrelang ohne sie hatte auskommen müssen und manchmal fürchtete er, dass sie ihn jeden Moment wieder verlassen würden. Und Taubheit wieder ihren Platz einnehmen würde.
Schwärze, Stille und doch das Gefühl noch am Leben zu sein. Als ob er keine Luft bekommen würde.
Barty schluckte. Woran dachte er da? Er hatte nichts gespürt als er leblos in Askaban gesessen hatte. Es war nur sein Körper gewesen, sein Bewusstsein war ihm entrissen worden und jetzt-

Ein Klopfen unterbrach ihn, er wandte sich überrascht um und runzelte verwirrt die Stirn. Wer sollte ihn denn jetzt schon stören, vorallem da er nun doch endlich sein altes Büro wieder hatte beziehen wollen. Schließlich waren die letzten Spuren dieses alten Muggelliebhabers Cattermole und seiner ganzen Kollegen noch nicht entfernt worden.
Der Zauberer murmelte etwas ärgerlich vor sich her, strich noch ein letztes Mal am weggehen über das polierte Holz und öffnete dann ruckartig die Tür.

Nun, das hatte er jetzt nicht erwartet. Vielleicht hatte er es auch einfach vergessen, doch dass Rockwood plötzlich vor ihm stehen würde, war nun... mehr als eine freudige Überraschung.
Sofort erschien wieder ein seliges Grinsen auf Bartemius Gesicht und etwas wohliges Warmes breitete sich in einer Brustgegend aus, fast wie damals als er Roel das erst Mal hatte foltern dürfen. Hach.

"Rhydian. Freut mich dich zu sehen. Hatten wir einen Termin vereinbart?", legte seine Hand ungefragt auf die Schulter des Jüngeren und schob ihn mit sanfter Gewalt in sein kleines Reich hinein, schloss die ebenfalls dunkle Tür hinter ihm und schloss vorsorglich ab.
"Setz dich, mein Guter. Setz dich und mach dir keine Sorgen. Ich schließe nur ab, dass wir nicht gestört werden. In letzter Zeit bin ich, wie soll man sagen, ein gefragter Mann."
Abermals breitete sich ein Lächeln auf seinen Lippen aus, während er um seinen Schreibtisch herum ging und sich auf seinen Drehsessel setzte, dabei seine Beine auf den Tisch legte und diese überschlug.
"Also... wie kann ich dir heute helfen? Der Lord hat mich zwar schon von allen möglichen Informationen versorgt, doch wie du weißt, bin ich noch nicht wieder lange hier... könntest du es noch mal für mich wiederholen? Wie war das noch mal? Oh ja..."
Bartys Lächeln verschwand, stattdessen setzte er eine ernste Miene auf, fixierte dabei Rockwood mit einem eisigen Blick, musterte ihn aufmerksam.
"Es würde die Obrigkeit brennend interessieren was du da alles mit dem kleinen Donahue treibst."
Vielleicht ging er hier zu weit, doch es machte einfach viel zu viel Spaß mit dem kleinen Pedanten zu spielen.

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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Di Nov 19, 2013 9:42 pm

Als die Tür sich öffnet, rollt eine Welle der Übelkeit über ihn hinweg. Er will nicht. Er will einfach nicht da rein. Wenn er erst mal drinnen ist, hat er den ganzen Tag keine Chance mehr zu entfliehen. Vielleicht sollte er einfach draußen bleiben?
Aber er hat gar keine Zeit, um sich umzudrehen und zu gehen, weil eine Hand ihn packt und ihn nach drinnen zieht. Crouch schließt die Tür hinter ihm und er will gar nicht wissen, warum er das getan hat. Moment. Doch! Er will es wissen! Er hat verdammt nochmal ein Recht, es zu erfahren! Vor allem bei diesem Irren!

Rhydian verzieht keine Mine, als er sich auf der einen Seite des Schreibtisches auf den Stuhl sitzt und Barty dabei beobachtet, wie der sich hinsetzt, sinnloses Zeug brabbelt und die Beine auf dem Tisch überschlägt. (Ein unglaublich ungehöriges Benehmen, wie Rhydian findet. Wie kann er es wagen, sich derart zu benehmen, während jemand anders vor Ort ist, der ihm zumindest gleichgestellt ist?)
Rhydian ist kein kleiner Idiot, der sich von ihm beeinflussen lässt. Und er lässt sich schon gar nicht von ihm niedermachen. Oder kleiner, als er eigentlich ist. Wenn einer Psychospiele spielen kann, dann ist es Rhydian.

»Barty«, sagt er und setzt das Lächeln auf, das er immer aufsetzt, wenn er jemanden auf seine Seite ziehen will, »gerade du müsstest doch wissen, dass ich alles tue, was nötig ist, wenn ich an Informationen kommen will. Dass ich alles tue, was ich für nötig halte.« Er leckt sich über die Oberlippe, als wäre er nervös. Aber das ist er ganz und gar nicht. Er weiß genau, was er jetzt zu tun hat. Denn mit solchen Situationen kennt er sich aus. »Und wenn ich mir die Hände schmutzig machen muss, um an das zu kommen, was ich will, dann mache ich das gern.«
Für einen Moment schweigt er.
Er schlägt die Beine übereinander, lehnt sich in seinem Stuhl zurück, aber faltet auch die Hände in seinem Schoß. Barty würde glauben, dass er nervös war. Dass er sein Selbstbewusstsein nur vortäuschte.
»Du weißt doch, dass ich für den Lord alles tun würde, oder, Barty?«, fragte er und zog die Augenbrauen leicht zusammen. (Das würde er tatsächlich. Der Lord war das Wichtigste und damit die oberste Instanz von allem.)

Rhydian ist schon immer ein Mensch gewesen, der gewusst hat mit Körpersprache zu spielen.
Wenn er über eins noch mehr Kontrolle als über seine Gefangenen hatte, dann war es sein Körper. – Und darauf war Rhydian mehr oder weniger sehr stolz. (Wobei weniger stolz als angemessen im Klaren darüber, so tun zu können.)

Er muss nur noch auf Reaktion warten. Und dann hat er ihn.
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Do Nov 21, 2013 10:29 pm

Dass er alles für den Lord tun würde...
Barty konnte nicht anders und musste schmunzeln. Sein kühler Blick lag währendessen immer noch auf den Augen Rockwoods und begutachtete diese eindringlich.
So weit wie Bartemius Erinnerungen zurück reichten, konnte er sich an Tage erinnern, an denen er mit Rockwoods Vater gearbeitet hatte. Obwohl er selbst damals noch sehr jung gewesen war und nichts weiter als ein Anwärter auf einen hoffnungsvollen Posten in den Reihen Voldemorts, hatte die Arbeit mit ihm überraschender Weise gut funktioniert. Wenn er daran dachte, konnte er sich an so manchen Verräter entsinnen, die sie enttarnen konnten und wenn jetzt auch nun der junge Rockwood vor ihm nur einen Bruchteil des Talents seines Vaters geerbt hatte, konnte er sich sicher sein, dass er eine harte Nuss sein würde. Dennoch versprach das ganze hier sehr spaßig zu werden.

"Weißt du Rhydian...", Barty nahm es sich ohne Zweifel sehr forsch heraus ihn einfach beim Vornamen zu nennen, doch da er sich immerhin ranghöher als Rockwood bezeichnen konnte, durfte dies kein Problem darstellen. "Der Lord vertraut mir. Mit seinem Leben, falls dir das noch nicht aufgefallen sein sollte. Und durch diese Zufälligkeit ereignet es sich nun, dass ich - wie soll ich sagen - ihm in diesem Falle dienlich sein muss. Wir haben einen Verräter unter uns Rockwood und ich dachte daran, alle Mitarbeiter gründlichst durchzuchecken, bevor ich ihn entwarne. Unter den Verdächtigen bist also nicht nur du... Nun ja..."
Kurz hielt Barty inne und runzelte sie Stirn, lächelte einen Moment als ob er sich an einen außerordentlich lustigen Witz erinnert hätte und sah dann auf seinen Schreibtisch, von dem er schließlich die Beine nahm, nur um aufzustehen und um diesen herum zu gehen. Er blieb vor Rockwood stehen, sah auf ihn herab.
"Denk dir nichts dabei", knurrte er schließlich, sein Grinsen verblasste und er lehnte sich nur wenige Zentimeter vor ihm wieder gegen die polierte Tischplatte und schränkte die Arme, beugte sich leicht zu dem jüngeren Todesser nach vorne. "Du bist nichts besonderes... Du hast nur das Glück einer meiner Schützlinge zu sein, das ist alles. Ich untersuche deinen Fall und dann sehen wir weiter."

Einige Momente vergingen, ehe Crouch wieder Luft holte und seine Gesichtszüge entspannte. "Also... wo wollen wir anfangen?" Er grinste entspannt. "Mit einem kleinen Frage- und Antwortspiel?"

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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mo Nov 25, 2013 7:47 pm

Zum ersten Mal konnte Rhydian sagen, dass ihm das Geschehen um ihn herum zu schnell ging. Nicht, weil Crouch zu schnell sprach, sondern weil er dem Inhalt des Gesagten nicht wirklich folgen konnte.
Bitte was?, will er fragen, aber er will sich diese Blöße nicht geben. Also denkt er nach.

Rhydian ist ein wichtiges Zahnrad in dieser Gesellschaft. Er ist ein wichtiges Organ des Todesser-Körpers.
Und Crouch gehört – wohl oder übel – auch zu diesen Menschen, die wichtig sind, obwohl Rhyidan das nicht gerne sieht. (Crouch ist ein Creep und das wird er immer bleiben. Nichts kann dieses Bild von ihm ändern.)
Und jetzt sitzt er mit verschlossenen Türen im Büro dieses Creeps und muss sich sein seltsames Gebrabbel anhören.
Creep-Crouch scheint davon überzeugt zu sein, dass er einen Auftrag vom Dunklen Lord selbst erhalten hat. Und zwar den, Rhydian zu befragen und herauszufinden ob dieser ein mieser Maulwurf ist.
Was zur Hölle?

Ihm war gesagt worden, er würde sich hier mit Barty Creep-Crouch jr. treffen, um sich mit ihm über die neuen Gefangenen zu beraten und über die Art, wie mit ihnen zu verfahren war.
Wer auch immer ihm diese Fehlinformation aufgebürdet hatte, würde büßen. – Nicht nur einfach büßen, er würde es bereuen. Er würde flehen und beteuern, dass er es nie wieder tun würde. – Dafür würde Rhydian sorgen.
Niemand durfte ungestraft so mit ihm verfahren.

»Ich scheine doch etwas Besonderes zu sein«, sagt er und macht sich noch keine allzu großen Gedanken darüber, »sonst würdest du dich nicht persönlich um mich kümmern. Du würdest einen deiner kleinen Versager schicken und dabei zusehen, wie sie an mir verzweifeln, weil sie keine Chance hätten.« Rhydian lehnt sich im Stuhl zurück, aber rutscht ein wenig hin und her. Crouchs Nähe ist ihm unangenehmen. Äußerst unangenehm.
»Wenn du glaubst, du kriegst mich einfach so«, fährt er fort und verschränkt die Arme vor der Brust, »dann fang an. Ich bin gespannt.«
Crouch muss nicht wissen, dass ihm der Arsch auf Grundeis geht. Dass er herausfindet, dass Sam eigentlich keine relevanten Informationen hat. Oder sie zumindest nicht herausrückt, wenn er sie hat.
»Ich brenne gerade zu darauf, dir zu antworten.«

Let the game begin, denkt er und versucht sich nicht anmerken zu lassen, dass er nicht ganz so sicher ist wie sonst.
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mo Nov 25, 2013 8:23 pm

Damit hatte er wohl ganz und gar nicht gerechnet. Kurz schien etwas in den Augen des anderen aufzublitzen, was Barty aufmerken ließ. Seine Augen fixierten den jungen Mann wie die einer Raubkatze, die ihre Beute gefunden hatte. Endlich.

Die Verwirrung auf Rockwoods Gesicht tat ihm gut, vielleicht schien er sich zwar zu früh über einen vermeintlichen Erfolg zu freuen, doch er fühlte abermals das süße Kribbeln in seiner Brust. Sogar sein Körper schien aufgeregt über die durchaus pikante Situation zu sein, in der sich der kleine Rhydian befand.
Er hatte es so vermisst im Dienst zu sein, wieder die Kontrolle über andere Menschen zu erlangen und mit ihnen zu verfahren, wie es ihm beliebte. Dunkle Gedanken an vergangene Tage der Taubheit wurden von ihm wie selbstverständlich abgewehrt, er schloss sie sofort weg, als sie in diesem Moment erneut aufzuheulen drohten. Es war nur lästig in dieser Situation, er konnte sich nicht jetzt mit seiner angeknacksten Psyche beschäftigen, er hatte dort eine fremde vor sich, die es zu formen galt.

Bartys Lippen verformten sich zu einem triumphierenden Lächeln. Natürlich, er wollte zum einen den Jüngeren einschüchtern, ihm zeigen, dass er keineswegs durch sein Selbstbewusstsein (oder fast blanke Frechheit) verwirrt zu sein schien, nein. Er hatte viel mehr mit ihm vor und wenn er sich jetzt geschickt anstellte, würde er es schaffen dem Jungen Dinge einzuflößen von denen er noch nicht einmal gewagt hatte zu träumen.
Also dann…

"Du bist wichtig, das möchte ich nicht bestreiten, Rockwood. Wir könnten es uns nie leisten, deinen Posten einfach jemand anderem zu überlassen, wenn wir nicht zu hundert Prozent sicher wären, also… habe ich mich deiner angenommen. Wir wollen doch keinem kleinen Dilettanten die Arbeit überlassen, die so viel Fingerspitzengefühl erfordert, nicht wahr? Nebenbei erwähnt, hätte ich dir nicht meinen Schützlingen anvertraut, Salem vielleicht, aber naja… sie mag dich nicht besonders, vielleicht hätte sie dich nicht objektiv genug verhört."
Bartys Miene verfinsterte sich nach einem kurzen Grinsen wieder, er musterte Rhydian eindringlich, besah sich dessen Augen und fragte sich einen Moment, was in diesem Schönling vor ging, ehe er sich wieder den Tisch neben sich lehnte und sich locker mit einer Hand darauf abstützte.

"Also… kommen wir zum Punkt. Fragen… Fragen, Fragen, Fragen, Fragen- Was hätten wir denn da?"
Crouchs Hand fuhr unachtsam über seinen Schreibtisch und fischte nach einem Papier in seiner Reichweite, auf dem einige Notizen zu stehen schienen.
"Genau… Was sagen wir denn dazu", einen Moment schien Crouch erfreut zu sein.
"Wie würdest du deine Verbindung zu Samuel Donahue beschreiben?"

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Zuletzt von Barty Crouch Jr. am Sa Dez 21, 2013 11:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mo Nov 25, 2013 9:56 pm

Salem, das dreckige Miststück!
Sie hat ihm gesagt, dass er zu Creep-Crouch gehen soll. Dass er mit ihm eine Woche lang diese Pläne ausarbeiten müsste. Dass es unglaublich wichtig wäre. Dass er sich keine Zeit lassen sollte.
Dieses kleine, dreckige Miststück! Wenn er die in die Finger bekommen würde.. er würde ihr den Hals umdrehen. Mit langsamen und grausamen Bewegungen. Die Finger immer härter um ihren Kehlkopf gepresst.

Rhydian schüttelt den Kopf und fokussiert seinen Blick wieder. Er ist nur ganz kurz geistig nicht anwesend gewesen. Sein Blick wird schon nichts preisgegeben haben. (Wie seine unglaubliche Wut auf dieses kleine Miststück!)
Er beobachtet Crouch ganz genau, als der wieder um den Tisch herumläuft und sich wieder in seinen Stuhl setzt. (Kann sich der Kerl nicht entscheiden, wohin er sich setzen will? Es bringt Rhydian total aus dem Konzept, wenn er so hin- und herturnt.)
»Als wäre Salem in irgendetwas, das sie tut, objektiv«, wirft er ein und seine Arme, die er bereits zuvor verschränkt hat, pressen sich fester an seinen Brustkorb. Irgendwie aus Wut und irgendwie aus Unzufriedenheit.

Er hört Crouch weiter zu und er verspürt das Bedürfnis, nach draußen zu gehen und zu rauchen. Das passiert selten. Und eigentlich ist es bereits seit Jahren nicht mehr so gewesen. Das letzte Mal, das er ein so starkes Bedürfnis danach gehabt hat, war, als er mit seinem Vater das erste Mal vor Voldemort gestanden hat. Als er vor ihm niedergekniet war und ihm seine ewige Loyalität und Treue geschworen hatte.
Und jetzt kommt dieser … Crouch-Mensch und wagt es, ihm zu erzählen, er könnte der Maulwurf sein?

»Meine Verbindung zu dem dreckigen Schlammblut, das geglaubt hat, es könnte sich in unseren Reihen einnisten und ungeschoren davon kommen?«, fragt er und als er Sams Namen ausspricht, hört es sich an, als würde er den Namen gerade zu ausspucken. »Sam Donahue war unter meiner Aufsicht und obwohl ich wusste, dass mit diesem Kerl irgendetwas nicht stimmt, hab' ich den Fehler gemacht und hab ihn zu uns aufgenommen. Ich hab' ihn getestet, aber er hat bestanden. Ich konnte ihm nichts nachweisen, also hab' ich ihn im Auge behalten.« Er fängt an zu grinsen. Nicht dieses gewinnende Lächeln von vorher. Auch nicht eins von denen, die er andere Leute sehen lässt. Sondern dieses leicht megalomanische, das sich immer auf sein Gesicht schleicht, wenn er daran denkt, was er mit Sam alles tut. Und wie Sam sich unter seiner Aufsicht gebessert hat.
Wieder schüttelt er den Kopf leicht. Nur ganz leicht, sodass er es beinahe selbst nicht gemerkt hätte.
»Und als ich die Gelegenheit dazu bekam«, fährt er dann fort, »hab ich ihn überführt. Und seitdem bringe ich ihm bei, wie man sich Menschen gegenüber verhält, die von Natur aus höher gestellt sind. Ich sehe ihn gern als eine Art Experiment.«

Rhydian legt seinen Kopf schief und betrachtet Creep-Crouch.
»Sonst noch Fragen?«
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mo Nov 25, 2013 10:29 pm

Crouchs Brauen zuckten nach oben, sein Blick wanderte langsam über das Lächeln, das Rockwood aufblitzen ließ. Vielleicht ein kleines Zeichen, etwas worauf er hingearbeitet hatte? Fast hätte er triumpfierend aufgelacht, doch er hatte sich zurückgehalten, gerade noch rechtzeitig.
Nein, es war zu früh, er durfte nicht unvorsichtig werden.
Er hatte zu lange gebraucht, um Rhydian schon für den heutigen Tag vorzubereiten. Allein die Tatsache, dass er Roel damit beauftragt hatte, ihn hier her zu bringen war ein entscheidender Punkt gewesen ihn zu beeinflussen. Sie kannten sich, waren zwar nicht im wirklichen Sinne freundschaftlich miteinander bekannt, doch es reichte, damit sie ihm eine Nachricht glaubhaft überbringen konnte.

"Dürfte ich fragen, warum ich deine Drecksarbeit erledigen muss?" Ihre Stimme hallte ihm durch den Kopf, als ob sie weit weg stehen würde, doch sie befand sich nur wenige Zentimeter von ihm entfernt.
Die große Bibliothek war zwar mit unzähligen Büchern verkleidet und an manchen Stellen mit fingerdickem Staub gedeckt, dennoch waren ihre Decken so hoch, dass man kaum seine eigenen Gedanken verstand, wenn man nur durch den Hauptsaal lief. Ihre Schritte hallten weit nach oben und verstummten erst nach Momenten.
"Weil es keine Drecksarbeit ist, sondern ein Freundschaftsdienst", grinste er ihr entgegen, legte seinen Kopf leicht nach hinten, als er die kunstvoll bemalte Decke betrachtete, die eine Szene der Muggelversklavung zeigte. Sie musste hunderte von Jahren alt sein…
"Freundschaft-?"
"Oh komm schon, Roeli. Wir sind Freunde. Sonst würden wir uns nicht so oft hier treffen und reden oder? Es liegt nicht daran, dass ich dein Aufpasser bin."
Er trat einige Schritte näher an sie heran und sah von oben auf sie herab. "Es liegt daran, dass du nicht genug von mir haben kannst."
"Und du nicht von Rockwood?"
Barty hielt einen Moment inne und zögerte, bevor er etwas sagte. Bekam er mal wieder den Hals nicht voll?
"Vielleicht. Aber ich glaube du weißt was ich meine. Du kennst dieses Gefühl. Schließlich sind wir die zwei einzigen hier, die es kennen."

Unbeeindruckt sah er Rhydian weiterhin an, riss sich aus seinen Gedanken und kehrte in den kühlen Raum zurück, den er als sein Büro bezeichnen durfte.
Er schwieg und schätzte den Wahrheitsgehalt der Worte des Jüngeren ab und ob er nun auf ihnen aufbauen konnte. Vielleicht könnten sie dem jüngeren Zauberer sogar zum Verhängnis werden.
"Das dreckige Schlammblut, dein Schützling, stellt ein Sicherheitsrisiko dar, Rockwood. Du weißt das. Warum ist er immer noch hier?" Bartemius blieb ruhig, er fixierte Rhydian wieder und legte seine Hände gelassen auf den Tisch, während er sich leicht zurück lehnte, gegen das weiche Leder seines Sessels. "Und nein, die Aussage, dass er nützliche Informationen besitzt, wurde leider als ungültig erklärt. Die Intervalle zwischen deinen Neuigkeiten wird zu lang."

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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mo Nov 25, 2013 11:56 pm

Für einen Moment überlegte er, Crouch einfach die Wahrheit zu sagen. Dass er Gefallen daran gefunden hatte, sich mit dem Donahue-Dreckskerl abzugeben. Dass er einen Weg gefunden hatte, sich selbst etwas Gutes zu tun während er jemand anderem das Leben schwer machen konnte. (Im Prinzip war das nicht sein oberstes Anliegen, aber wenn es sich um ein Schlammblut handelte, dann konnte er sich selbst recht gut verzeihen.)
Schlussendlich entschloss er sich aber dazu, sich noch ein wenig Spaß mit Barty Creep-Crouch jr. zu erlauben.

»Bartemius, Bartemius«, sagt er, streckt seine Beine aus und stützt sein Kinn auf seine Hand, nachdem er seinen Ellenbogen auf der Stuhllehne platziert hat. »Du kleiner Bastard müsstest doch am besten wissen, wie viel Spaß die Kleinen machen, wenn sie schreien. Wenn sie glauben, dass sie eine Chance haben, zu entkommen, in Wirklichkeit aber niemals wieder nach draußen kommen. Wenn sie glauben, sie können ihre Geheimnisse vor dir verbergen, aber du genau weißt, dass du ihnen nach und nach eins nach dem anderen entlocken wirst?«
Rhydian beugt sich nach vorne, steht in einer fließenden Bewegung auf, lehnt sich über den Tisch. Sein Gesicht kommt Crouch ganz schön nahe, dafür, dass er ihn so abstoßend findet.
»Oh, ich vergaß«, sagt er dann und grinst, »es müsste dich jemand nah genug an sich heranlassen, damit du die Möglichkeit hast, ihn vollständig zu zerstören.«

Und Rhydian will Crouch zerstören.
Er will sich für diese Dreistigkeit und Frechheit revanchieren. Und er will ihm zeigen dass man sich nicht mit Rhydian anlegen kann, ohne zu verlieren. Denn Rhydian ist ein Gewinner. Er siegt, gewinnt und lässt alles hinter sich zurück, was ihm auch nur ansatzweise im Weg sein könnte.

»Es ist traurig, dass jemand wie du mich hier verhören soll«, sagt er schließlich und lacht auf. »Ich meine, wirklich? Du setzt dich hier hin, stellst mir ein, zwei Fragen und glaubst dann, dass ich dir auf jede einzelne brav antworte?« Er schlägt mit der flachen Hand auf den Tisch. Auf irgendwelche Unterlagen, die dort liegen, aber ganz eindeutig nicht Crouch gehören. Denn wenn sie Crouch gehören würden, dann stünde darauf eindeutig mehr Schwachsinn. In viel krakeliger Schrift. »Ich bin nicht umsonst der Sohn meines Vaters. Wenn ich auf so billige Taschentricks hereinfallen würde, wäre ich schon lang nicht mehr hier.«

»Lass' dir was Besseres einfallen, Bartemius«, sagt er und kommt Crouch noch ein Stück näher. Hält aber immer noch genügend Abstand, damit er sich keine fangen kann. »Mir wird sonst noch langweilig mit dir.«


Zuletzt von Rhydian Rockwood am Di Nov 26, 2013 8:07 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Di Nov 26, 2013 12:30 am

Die betont bequeme Haltung des Zauberers vor ihm, machte Barty nicht nachdenklich. Er erkannte, dass Rhydian versuchte mit ihm zu spielen und sich locker zu geben, aber er würde ihn nicht so einfach Gewehren lassen. Der Kleine hatte keine Ahnung, wozu Crouch fähig sein konnte, er, der treueste aller Todesser, er der jahrelang gewartet hatte, nur um von seinem Meister wieder zum Leben erweckt zu werden. Er hatte es nicht verdient, dass man so mit ihm umging.

Also betrachtete er Rockwood mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, hörte ihm genau zu und zuckte auf nicht zurück, als er ihm näher kam. Eigentlich gefiel ihm das auch, sollte er sich ruhig an ihn heran schmiegen, körperliche Nähe machte ihm nichts. Er hatte sie lange genug einbüßen müssen, um zu lernen, wie wertvoll sie sein konnte-

Bartys Atem stockte merklich. Er keuchte nicht, doch er hielt einen Moment inne, bevor er seine ruhige Atmung wieder fortführen konnte.
Dieser kleine- Er musste sich beruhigen. Rockwood wollte ihn provozieren, nichts weiter. Es waren leere Worte, die der Jüngere von sich gab, sicherlich dachte er, er wäre dadurch in der Lage Bartemius zu brechen. Er unterschätzte ihn. Sicher.

"Große Worte für einen Kleinen Mann, Rhydian. Aber du vergisst wen du hier vor dir hast. Ich muss dir nichts beweisen. Ich hab genug geleistet, um nicht als der kleine dreckige Verräter verdächtig zu werden, wie du. Also… wollen wir fortfahren oder-?"

Der Schlag Rockwoods auf das harte Holz des Tisches, ließ ihn stocken. Und brachte ihn sichtlich aus dem Konzept. Wie konnte dieser kleine Dreckskerl es wagen? Er schaffte es noch, dass er die Kontrolle verlor. Schon wieder.
Crouchs Brauen zogen sich gefährlich zusammen, sein Lächeln hatte ihn schon längst verlassen, zurück geblieben war nur eine kalte und aggressive Miene, die ihn mit eisigen Augen durchbohrte, die leergefegt wirkten. Voller Leben hatten sie nicht mehr gewirkt, seit er wieder da war, seit er in dieser vermaledeiten Nacht geglaubt hatte, sein Lord wäre zurück gekehrt und würde ihn als Held feiern. Und seit die eisige Kälte der Dementoren über ihn gekommen war.

Und die sollte Rhydian jetzt zu spüren bekommen.

Crouchs Körper zuckte nach vorne, als er mit schnellen Schritten um die Ecke des Tisches und auf Rockwood zugeschossen kam, seine Hand fuhr nach oben und packte Rhydian an den Schultern, nur um diesen zurück in seinen Stuhl zu drücken, wo er seine andere freie Hand an sein Kind legte und seine Wangen zusammen drückte.
Bartemius verlagerte sein Gewicht auf den Körper des Jüngeren. Sein schneller Atem vermischte sich mit dem des Jüngeren, während er seinem Gesicht näher kam, viel zu nah.
"Wag es ja nicht, so mit mir zu sprechen, Rockwood. WAG ES NICHT!", seine Stimme war laut, die Vitrine direkt neben ihnen schien leicht aufzuklirren. "Wenn dir langweilig wird, kann ich auch anders."

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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Di Nov 26, 2013 11:18 pm

Ein Ruck ging durch seinen Körper, als Crouch um den Tisch gestürmt kam und ihn zurück auf den Stuhl drückte. Sein Atem stockte kurz. Seine Muskeln spannten sich an und er musste sich sehr davon abhalten, Crouch nicht von sich zu stoßen. Stattdessen wartete er einfach ab und versuchte herauszufinden, was er von diesem unmöglichen Dreckskerl halten sollte.
Crouchs Körper auf seinem war schwer und seine Finger an seinen Wangen waren kalt und so fest, dass es beinahe schon lächerlich war. Dass in diesem ausgezehrten Körper noch so viel Kraft steckte, war lächerlich. Dass er sich voller Verzweiflung an Rhydian presste, als hätte er seit Ewigkeiten keinen menschlichen Kontakt mehr gespürt, war lächerlich. Dass er Crouchs Atem auf seinem Gesicht spüren konnte, war lächerlich.  Dass er ihm immer näher zu kommen schien, war lächerlich. – Es gab nichts, das gerade nicht lächerlich war. Aber trotzdem war Rhydian nicht nach lachen. Und auch sonst nach nichts. Er wollte einfach nur wissen, was Crouch nun vorhatte.

»Wag es ja nicht, so mit mir zu sprechen, Rockwood. WAG ES NICHT!«
Crouchs Stimme war laut und Rhydian spürte sogar, wie er ihm leicht ins Gesicht spuckte. Wie Crouchs warmer Atem gegen seine Haut schlug. Wie er durch die Heftigkeit seiner Worte weiter gegen die Stuhllehne gedrückt wurde. Wie er sich selbst versuchte, von Crouch zu entfernen. Wie er alles daran setzte, Crouchs Gesicht zumindest ein wenig zu entkommen. Aber da war kein Platz, auf den er ausweichen könnte. Er blieb also einfach genau an derselben Stelle und wünschte sich, er könnte wieder gehen. Nicht, weil er Crouch unbedingt loswerden wollte, sondern weil das Bedürfnis, das letzte bisschen Menschlichkeit in Crouch zu vernichten immer größer wurde. Weil er dabei zusehen wollte, wie Crouch zu Grunde ging und nicht die Möglichkeit hatte, sich irgendwie daraus zu retten. Wie er den Kopf schief legte und versuchte, sich irgendwie aus dem Sumpf herauszuziehen, den Rhydian ihm geschaffen hatte.
Und das war ganz und gar nicht gut. Aber es wollte sich auch nicht aufhalten lassen.

»Wenn dir langweilig wird, kann ich auch anders.«
Rhydian atmete heftig aus, als Crouch sprach. So, er wollte also spielen? Er wollte sich also mit ihm anlegen und ihn austesten? Rhydian würde ihm zeigen, wozu ein wahrer Slytherin und Todesser imstande war. Warum er derjenige war, der hier foltern durfte, und nicht Crouch. Wozu ihn sein Vater ausgebildet hatte. Und wozu sein Vater ihn erzogen hatte. Wozu er all diese Stunden in den Kerkern verbracht hatte.

Rhydian atmete noch einmal tief ein, warf alle Vernunft über Bord und den Kopf in den Nacken. Dann begann er zu lachen und sich selbst ein bisschen darin zu verlieren.
»Ich wusste gar nicht, dass du auch anders kannst«, sagte er schließlich, nachdem er das leicht megalomanische Lachen unterbrochen hatte. »Willst du mir dann nicht endlich mal zeigen, was du kannst? Dass du mehr kannst, als zu versagen und Schande über uns Todesser zu bringen? – Oder bist du nur dafür gut, den anderen zu zeigen, wie es nicht geht? Du bist ein Versager, Crouch, und das wirst du immer bleiben. Dein Vater war eine Schande für alle Reinblüter und du schlägst nach ihm.«
Er starrte Crouch in die Augen und riss seine eigenen dabei leicht auf. Steckte all die Verachtung, die er für diesen Widerling aufbrachte, in seine Stimme und verbannte ansonsten jede Gefühlsregung aus seinen Gesichtszügen.
»Das Einzige, das du in deinem Leben je richtig gemacht hast, war kein dreckiger Gryffindor zu werden, als sie dir den Hut aufgesetzt haben. Aber soll ich dir was sagen? Das Dreckstück hat dich trotzdem ins falsche Haus gesteckt. Ravenclaw, dass ich nicht lache! Du  hättest froh sein können, wenn man in Hufflepuff einen Platz für dich frei gemacht hätte. Du kommst nicht an uns Slytherin heran, Crouch. Und wenn einer in diesem Raum hier der Verräter ist, dann bist das du. Wer versagt, verrät. Du bist ein feiges, kleines Arschloch. Mehr nicht.«
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mi Nov 27, 2013 12:22 am

Stille. Nach Rockwoods kleiner Ansprache, schien sich Crouch keinen Zentimeter zu rühren. Seine Augen hafteten immer noch hartnäckig auf denen des Jüngeren, er starrte ihn regelrecht an, bis etwas aus seinem Blick verschwinden zu schien, dass ihn gerade noch zerbrechlich gemacht hatte. Kontrolle.
Bartemius Gesicht nahm etwas fahles und totes an, ein ausdrucksloses Gegenstück zu dem, was in seinem Inneren herrschte. Chaos und Leere gleichzeitig, fehlende Teile, die danach begierten wieder eingesetzt zu werden.
Und ein Lächeln, das sich langsam auf seine blassen Lippen schlich, das immer breiter wurde, ehe er anfing leise zu lachen. Es war nicht herzlich. Es war auch nicht angenehm, es war nur trocken und unterkühlt, als ob er verlernt hatte, wie man es richtig machte.
Sein Gesicht kam Rockwoods immer näher, er fraß ihn mit seinem Blick auf und warf ihn wieder gegen den Stuhl, er zog ihn an und wieder aus, er blieb erst einige Millimeter vor seiner Visage stehen, ehe er seinen Mund aufmachte und sprach.
"Er will mich brechen. Rockwood will mich also brechen, huh? Verstehe." Wieder lacht er leise, etwas bedrohliches dringt aus seiner Kehle wie das leise Knurren eines Raubtieres, doch statt ihn zu schlagen, auf ihn einzutreten, legt er seine Hand zwar an, aber zärtlich.
Seine Finger berühren sanft seine rechte Wange, sein Daumen fährt sogar noch einmal zärtlich über den glatten Untergrund und spürt seinen Bartansatz, ehe er innehält. Immer noch lächelt Bartemius, wissend und voller Verständnis.
"Gut, in Ordnung. Vielleicht hast du recht, das muss ich dir zugestehen. Du bist nicht dumm, Rockwood."
Mit einem Bein, genauer gesagt mit seinem Knie, lässt sich Crouch auf dem Stuhl nieder und befindet sich so direkt über Rhydian. "Du bist ganz und gar nicht dumm, aber du bist trotzdem eines: Unwissend. Ich bin ein Versager, das weiß ich. Ich bin aber kein Verräter. Ein Verräter wäre nicht zurück geholt worden. Ein Verräter würde nicht hier stehen- Ein Verräter…" Er hielt kurz inne und sein Lächeln verbreitetere sich etwas.
"Ein Verräter würde nicht ohne Seele leben. Mit voller Wut und Chaos und Kälte im Bauch, ohne Regung irgendeiner normalen Emotion, ohne auch nur zu wissen, ob das alles was man tut überhaupt rational ist", er lachte einen Moment heiser auf, seine Augen schienen immer noch leer zu sein.
"Und weißt du wie sich das anfühlt? Wut. Pure Wut. Die ganze Zeit. Und wenn du nicht aufpasst, lasse ich sie an dir aus. Ich werde dich zerstören, Rockwood. Und das wäre doch schade oder? Zumindest um dein hübsches Gesicht… Also stattdessen: Lieber etwas anderes, etwas dass du nicht magst. Mich. Du ekelst dich vor mir. Ich merke das. Und weißt du was das heißt? Ich werde dir nicht von der Seite weichen."
Nach dem er seinen Satz beendet hatte, lächelte Barty noch einmal breit und kam dann Rockwood noch näher. Sein Atem schlug gegen die weiche Haut seines Gegners, er spürte die Wärme, die von seinem Körper ausging, während seiner sich kalt anfühlte. Er vermisste das.
Seine Lippen drückten sich leicht auf Rhydians Hals, spürte seinen Puls unter der Haut und sah dann wieder auf. "Niemals."

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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Mi Nov 27, 2013 5:12 pm

Er konzentrierte sich einfach nur auf das, was Crouch sagte. Als er nun aber zu sprechen begann und immer wirrer in seinen Worten wurde, wurde Rhydian einfach nur wütend. So unglaublich wütend.
Die Hand, die sich auf seine Wange legte, war zärtlich und löste beinahe einen Würgereiz in ihm aus. Crouch berührte ihn als hätten sie eine unglaubliche nahe Beziehung zueinander. Als teilten sie eine Verbindung, die außer ihnen niemand zu sehen, zu spüren oder zu verstehen schien. – Und das war einfach falsch. Auf so vielen Ebenen falsch, dass Rhydian sich nicht sicher war, auf wie vielen genau und in welcher Reihenfolge er sie ordnen sollte und nach welchen Kriterien. Nach Falschheit oder doch eher nach Unwahrscheinlichkeit oder doch lieber nach der Härte der Schläge, die er Crouch verpassen würde? Er wusste es nicht und das sollte bereits genügend über diese Situation aussagen.

Crouchs Knie neben seinen Beinen ebenfalls auf dem Stuhl zu spüren, war keineswegs ein gutes Gefühl. Es machte ihn noch so viel wütender. Es machte ihn sprachlos. Es ließ ihn einfach erstarren. Er konnte sich nicht bewegen, weil er gar nicht wusste, was er hätte tun können, um Crouch loszuwerden. Ihn von sich zu stoßen wäre eine Option, aber in Angesicht der Situation sicherlich nicht die intelligenteste. Bisher hatte dieser Irre sich so unvorhersehbar verhalten. Wenn er ihn nun von sich stoßen würde oder selbst zum Schlag ausholen würde, würde er wahrscheinlich noch vor Rhydian auf die Knie gehen und ihm seine unendliche Liebe gestehen. (Oder Dinge tun, über die Rhydian lieber gar nicht erst nachdenken wollte.)

Alles an Crouch war kalt. Seine Hände, die ihn zuvor noch im Gesicht gepackt hatten. Seine Finger, die über Rhydians Wangen streichelten und über die kaum vorhandenen Bartstoppeln strichen. (Rhydian rasierte sich jeden Morgen, aber es gab Tage, da erwischte er trotz seiner Vorsicht nicht jedes Härchen.) Sein Gesicht, das Rhydian immer näher kam, während er sprach. Sein Atem, der gegen Rhydians Haut schlug und bei dem er genau bemerkte, wie eine leicht feuchte Spur zurückblieb. Seine Lippen, die sich unter seinen Kieferknochen legten.
Gänsehaut bildete sich auf seinem Hals und breitete sich in rasender Geschwindigkeit auf seinem ganzen Körper aus. Über seinen Rücken, die Arme entlang kriechend. Auf seine Brust übergreifend, den Bauch nach unten. Als würde sie seinen ganzen Körper ergreifen und beherrschen wollen.

»Du hast keine Ahnung vom Versagen, Crouch«, sagte er, als er die Lippen seine Haut berühren spürte. »Du versagst und lernst nichts daraus. Du lernst niemals daraus. Und wenn ich dafür zuständig sein werde, dir eine Lektion zu erteilen, dann soll es so sein. Du glaubst zu wissen, was Schmerz ist, aber du weißt es nicht. Du hast überhaupt keine Ahnung davon, was wirklicher Schmerz ist.«
Er machte eine Pause und sagte dann: »Wenn du mich nun bitte loslassen würdest. Ich habe zu arbeiten. Und wenn du nichts Besseres zu tun hast, als das hier, sollte ich vielleicht darüber nachdenken, wie ich dich unterhalten kann. Dir scheint doch sehr langweilig zu sein.«
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Di Dez 03, 2013 10:00 pm

Crouchs Lippen hielten abrupt. Seine Augen waren geschlossen gewesen, genießend hatte er den Puls Rockwoods auf seinem Mund gespürt und die einzelnen Schläge mitgezählt.

1. 2. 3…

Seine Lippen zuckten nur wenige Millimeter von Rhydians Schlagader weg. Etwas in ihm brannte darauf ihm die Kehle aufzureißen, jetzt da er schon so nah dran war. Doch er hielt sich zurück, obwohl es ihn danach juckte, sein Körper leicht nach vorne zitterte, ehe er seinen Kopf schüttelte.
Nein, es war zu einfach, wenn er jetzt nachgab. Er würde weiter mit ihm spielen und ihn nicht gewinnen lassen, auch wenn er, wie Barty schmerzlich zugeben musste, einen wunden Punkt erwischt hatte.
Ihm zu unterstellen, dass er nicht wusste, wie es sich anfühlte voll und ganz zu versagen und für seine Taten alles geben musste- Seine Gedanken beschwörten schon wieder etwas dunkles herauf, er musste es wegdrücken, weit hinunter in die tiefen seines hohlen Körpers.

4. 5. 6…

Was war los mit ihm? Sonst hatte er sich peinlichst genau im Griff, niemand hatte seine schwache Seite gesehen, seit er wieder unter den Lebenden wandelte, nicht einmal Roel. Sie hatte nur das gesehen, was sie schon selbst kannte, also was hatte das hier zu bedeuten?
Vielleicht tat ihm menschliche Nähe doch nicht so gut, wie er zu erst vermutet hatte. Mit Kälte verhielt es sich wesentlich besser. Er konnte schauspielern und so sein, wie er es wollte und wie ihm sein Körper es vorschrieb.
Er hasste diese Unfähigkeit.

7. 8. 9...

Bartemius entfernte sich erst nicht von seinem Gast, er schaute stattdessen nach oben, hob seinen Kopf, sodass er wieder Rhydian ansehen konnte und dessen grüne Augen fixieren konnte.
Ein leichtes Lächeln huschte über sein Gesicht, es vergrößerte sich in ein breites Grinsen, mit dem er seine Zähne bleckte, die gerade noch so scharf darauf gewesen waren Rhydians Kehle aufzureißen. Vielleicht ein anderes Mal.
Crouchs Daumen fuhr vorsichtig über Rockwoods Lippen, beherrschte sich, um nicht fest zu zudrücken, denn weh tun konnte er ihm immer noch, wenn er ihn noch etwas besser unter Kontrolle hatte.
"Du bist schon bei der Arbeit, Rhydian", fing er wieder an, er lächelte noch einmal und schnaubte etwas verächtlich. "Du bist hier, weil wir einen Termin hatten. Schon vergessen? Wie der sich nun gestaltet, liegt ja offen gesagt ja in meiner Hand, also hast du da keinen Freiraum dich zu beschweren - tut mir Leid."
Bartys Hand hielt inne, er hatte zwar angefangen mit seinen Fingern über Rockwoods Haut zu fahren, doch nun ließ er ihn los und er sah ihn eindringlich und äußerst zufrieden mit sich selbst an.
"Aber ich glaube nicht, dass man so mit seinen Kollegen spricht. Du kennst es leider nicht anders. Dein Vater scheint dir nicht die Grenzen aufgewiesen zu haben, wie ich es mir gern gewünscht hätte. Du musst wissen, dein Vater und ich… wir hatten eine Art Mentor-Schüler-Beziehung und ich habe ihn sehr bewundert. Es ist schon sehr schade, dass du nicht so sehr nach ihm kommst. Vielleicht kann man sich da allerdings nicht wirklich darüber beschweren. Manchmal geht einfach alles schief, was schiefgehen muss."
Den letzten Satz knurrte Barty abfällig, sein Lächeln verschwand und er löste sich von Rockwood, sodass dieser wieder Durchatmen konnte, wenn er denn wollte.
Schließlich hatte auch er genug fürs erste Treffen der beiden. Die Dinge zu überstürzen war inzwischen nicht mehr sein Stil, er hatte zu oft darunter gelitten.
Entspannt lehnte sich Crouch schließlich wieder gegen seinen Schreibtisch, schnappte währenddessen noch einen ehemals versiegelten Umschlag der direkt neben seinem Hintern auf dem polierten Holz gelegen hatte und warf ihn Rhydian entgegen.
"Lies es dir ruhig durch. Es ist der offizielle Brief, in dem der Verdacht des Verrats gegen dich veräußert wird. Ich dachte das konnte dich vielleicht interessieren, nachdem wir dich leider so lange im Dunkeln halten mussten. Ich würde mich ja dafür entschuldigen, aber ich bin, wie gesagt nur Anordnungen gefolgt."

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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   So Dez 22, 2013 12:46 am

Rhydian konnte Crouchs Atem an seiner Halsschlagader spüren. Wie seine Lippen sich nur wenige Millimeter entfernt davon befanden und ein seltsames Gefühl auf seiner Haut erzeugten. Wie kleine Stromschläge, die sich über seinen gesamten restlichen Körper ausbreiteten. Für einen Moment fürchtete, er könnte vor Crouch zurückschrecken. Diese Nähe war ihm unangenehm. Diese Nähe war ungewohnt. Vor allem, wenn es sich dabei um Crouch handelte.
Er mochte ihn nicht.
Er mochte ihn nicht nur nicht, er fand ihn absolut widerlich.
Und die Kälte, die von Crouch ausging und sich ihren Weg auf Rhydians Körper bahnte, wurde immer eindringlicher, schob sich mit langsamen Bewegungen unter seine Haut. Grub sich in sein Fleisch, in seine Venen, ihn sein Blut, bis er sich von innen genauso kalt fühlte, wie Crouch es von außen war. Ein Schauer überrollte ihn, bevor er ihn unterdrücken konnte. (Unwillkürlich fragte er sich einen Moment, ob Crouch mit der Zeit aufwärmen würde, wenn er noch länger auf Rhydian sitzen würde. Und ob er selbst bis dahin vollkommen erkaltet war. Ob Crouch ihm jegliche Wärme entzog, wie ein Dementor Glückseligkeit. Oder ob er nur versuchte, alles, was ihn ausmachte, loszuwerden, bis nichts mehr von ihm übrig war als Materie? – Dann schüttelte er den Kopf und ließ den Gedanken los. Versuchte nicht mehr daran zu denken, wie kalt Crouch war und wie er nicht einmal begann, wärmer zu werden. Wie er sich kalt immer weiter gegen Rhydian drückte. Und seine Kälte immer weiter in Rhydian bohrte.)
Er holte einmal tief Luft und ließ Crouch damit noch näher an sich heran. Die Kälte prickelte auf seiner Haut. Auf seinen Armen. Dennoch hatte er sich weit genug an sie gewöhnt, um eine Gänsehaut zu vermeiden.

Sie sahen sich in die Augen. Seine grünen trafen auf Crouchs braunen. Er fragte sich, ob sie vielleicht sogar auf derselben Seite standen. Auf der richtigen Seite. Auf der Seite des dunklen Lords. Ob sie vielleicht gegeneinander ausgespielt worden waren und immer noch wurden. Ob sich jemand in ihre Reihen geschlichen hatte (und dabei sprach er nicht von seinem Schlammblut, das er vollkommen unter Kontrolle hatte) und nun Unfrieden stiftete. Ob sie sich gerade nur gegenseitig Steine in den Weg legten.
Aber dann begann Crouch wieder zu sprechen und Rhydian war auf der Stelle klar, dass er diesen Gedanken wieder verwerfen konnte. Crouch war ein widerwärtiger, kleiner Blutsauger, der nur darauf wartete, sich auf Rhydian und dessen Informationen zu stürzen. Weil er eigentlich keine Ahnung hatte, was er tat. Und weil er jemanden brauchte, von dem er sich ernähren konnte. Weil er nichts Anderes als ein Parasit war.

Als Crouch sich schließlich von ihm löste, nachdem er ihm mit den Fingernägeln über die Haut gekratzt hatte und ihm einen Vortrag darüber gehalten hatte, wie sehr er doch nicht nach seinem Vater kam, blieb Rhydian zunächst still, bis er schließlich in schallendes Gelächter ausbrach.
Er lachte und lachte, seine Augen begannen zu tränen und er spürte Hitze in seinen Wangen aufsteigen, bis sein gesamtes Gesicht glühte und einen extremen Gegensatz zu Crouchs Kälte bildete, die sich Merlin und Morgana sei Dank nicht mehr auf ihm befand. Seine linke Hand fand ihren Weg auf seinen Bauch und er lachte immer weiter, weil er gar nicht mehr zu wissen schien, wie man damit aufhörte. Weil sein Lachen sich so gut anfühlte. Weil sein Lachen sich so befreiend anfühlte.
Rhydian wischte sich nachlässig die Tränen aus den Augen und warf Crouch einen Blick zu, der ihm sagen sollte, dass er schon seit Ewigkeiten nicht mehr so gelacht hatte.
„Crouch“, brachte er schließlich hervor und zwang sich, ruhig und kontrolliert zu atmen, „du hast einen schrägen Sinn für Humor, das muss ich dir lassen. So viel Unsinn habe ich noch nie auf einmal gehört und es war wirklich sehr erheiternd. Das kannst du mir glauben.“
Wenn es einen Menschen gab, der seinem Vater ähnlich war, dann war er selbst es. Sein Vater hatte ihn erzogen und er hatte ihm beigebracht, wie man sich zu verhalten hatte. Das war für jeden ersichtlich, der sich auch nur ein wenig mit seinem Vater und ihm abgegeben hatte. Genauso ersichtlich war also, dass Crouch versuchte, ihn zu provozieren. Ihn genauso zu provozieren, wie er ihn zuvor hatte provozieren wollen. Aber er würde sich jetzt nicht auf dieses Spiel einlassen. Er hatte Crouch seine Chance gegeben, sich mit ihm zu streiten, sich mit ihm zu prügeln, sich ein wenig lebendig zu fühlen. Und Crouch hatte sie ausgeschlagen. Und nun würde er damit auskommen müssen.
Denn Rhydian war derjenige, der die Fäden hierbei in der Hand hatte. Auch, wenn er Crouch nicht so gut einschätzen konnte, wie er es gern gekonnt hätte.
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BeitragThema: Re: Rarity - Shipping!   Fr Aug 29, 2014 12:13 am

Auch wenn ihm nicht danach war Bartemius konnte nicht anders, als ein beinahe triumphierendes Lächeln über Rockwoods sichtliches Unbehagen aufblitzen zu lassen. Seine Lippen kräuselten sich leicht, während er Gedanken verloren mit seinem Zeigefinger darüber fuhr, nur um dabei inne zu halten und den Todesser ihm gegenüber eindringlich zu mustern. Er grinste ein wenig breiter, ließ den Finger dann langsam sinken und lehnte ihn mit dem Rest seiner linken Hand wieder stützten gegen die polierte Kante seines Schreibtisches.
Er lachte leise, ehe er die folgenden Worte genüsslich seine Kehle entrinnen ließ, auch wenn es ihn anstrengte Rhydian für sein erbärmliches Lächeln nicht sofort die Kehle aufzureißen. "Freut mich, dass es dich unterhalten hat, Rockwood. Freut mich, nein wirklich, ich bin froh wenn du Spaß hast und weißt du auch warum? Weil ich dich gerne glücklich sehe, ehe ich dir den Schmerz deines Lebens bereite."
Crouch sah ihn noch einen Moment grinsend an, ehe dieses vollends verblasste und er ihn musterte, als ob er eine Kakerlake wäre, genauso unwürdig, genauso lächerlich wie er ihn empfand. Immerhin schimpfte sich dieses Wesen vor ihm einen Todesser, einen loyalen Diener Voldemorts, wo doch er der treueste Anhänger des Lords- Nein. Er würde sich nicht wieder damit aufhalten, es war ermüdend und er würde nur wütend werden. Er durfte diesem Wurm nicht weiteres Futter liefern, damit er ihm die Worte in seinem Mund herum drehen konnte.
Ja, es war dumm gewesen, dass er ihn gleich so nahe an ihn heran gelassen hatte und er sich auch gleich in solch eine körperliche Nähe begeben hatte, doch er hatte nicht anders gekonnt. Es war so verlockend gewesen und immerhin mochte er auch irgendwo in der tiefe seines Inneren Rockwoods widerlichen Gestank, der ihn so süßlich bezirzte wie es sonst wenige geschafft hatten.
Also beschloss er ihn laufen zu lassen und zu sehen wie das ganze sich bei ihrem nächsten Treffen entwickeln würde. Er freut sich darauf und er hoffte, dass Rhydian das gleiche tun würde.
"Nun gut. Nur um das ganze hier ab zu kürzen: Du kannst gehen. Ich denke dieses kleine Gespräch reicht fürs erste, allerdings würde ich dich bitten in einer Woche wieder hier zu sein. Wir sind noch nicht fertig. Noch lange nicht."
Er lächelte ihn noch ein letztes Mal an, ehe er an Rockwood vorbei ging und die Türe mit einem Schlenker seines Zauberstabs öffnete und sie ihm aufhielt.
"Eine schöne Woche noch, Rockywood."
Sein Name kam Bartemius wie eine genüssliche Spezialität über seine Lippen, von der er nur selten hatte kosten dürfen. Und wie konnte man es ihm auch verübeln, immerhin war Rhydian eine seltene Delikatesse und sollte auch so behandelt werden...

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