StartseiteAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Zukunftsrpg, Haupterzählstrang

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4
AutorNachricht
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Mai 03, 2014 2:22 am

Jason bemerkte Finleys Unsicherheit und ihm wurde klar, dass er sich wohl selten in den abgesperrten Teilen der Stadt aufhielt.
Endlich, nach langem Schweigen, sagte er wieder etwas. "Als Muggel bist du am sichersten. Und was den Job angeht musst du dir keine Sorgen machen. Glaub mir, das kannst du." Kurz huschte der Anflug eines Lächelns über Jasons Gesicht. "Du kommst zu einer Organisation, die Fluchtpläne für Kinder erstellt, falls der Krieg eskalieren sollte."
Jason hatte lange überlegt, welcher Job es sein sollte. Doch schlussendlich war er mit seiner Auswahl zufrieden. "Also eigentlich das, was du immer getan hast. Nur dieses Mal im großen Stil."
Der Zug hielt an und Jason bedeutete Finley ihm zu folgen. Er stieg aus dem Zug aus, zeigte erneut seinen grünen Passierschein und verließ den Bahnhof.
Die Häuser, an denen sie jetzt vorbeigingen waren fast alle von hohen Mauern umgeben und mit Alarmanlagen gesichert. In den Gärten waren MDs angebracht. Zauberer waren hier kaum anzutreffen und das wollte man auch so beibehalten. Sie gingen an einem Plakat vorbei, von dem sein Gesicht auf sie herunter sah. 'Zusammenarbeit für den Frieden' war der Slogan, der dick darunter stand und Jason konnte nicht umhin kurz zu Grinsen, als sein Blick darauf fiel.
Kurz darauf standen sie vor einem für diese Gegend recht kleinen Haus und Jason drehte sich zu Finley um. "Hier wohne ich. Eddison Allee 5."
Nun müsste auch Finley das Haus sehen. Jason hatte einen unaufspürbar Zauber darauf gelegt. Er selbst stellte dabei den Geheimniswahrer da. Es war wirkungsvoller wie eine einfache Alarmanlage. Er öffnete die Tür und betrat den nobel eingerichteten Flur um gleich ins Wohnzimmer weiterzugehen. "Willst du was trinken?",fragte er und ging ohne eine Antwort abzuwarten zum Schrank um eine Flasche Whiskey herauszuholen und zwei Gläser einzuschenken, von denen er eines Finley in die Hand drückte. "Auf deine zweite Chance!", mumelte er und stieß mit ihm an.
Dann zog er blitzschnell seinen Zauberstab, ließ damit die Tür ins Schloss fallen und seufzte. "Expelliarmus!"
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Mai 03, 2014 2:36 am

Finley wollte Jason eigentlich gar nicht antworten, doch sein Mund öffnete sich wie von allein, als ob er keine Kontrolle mehr über seinen eigenen Körper hätte: "Bist du dir sicher, dass du mir so eine Verantwortung übertragen willst? Du weißt was das letzte Mal passiert ist."
Er blinzelte kurz und lächelte dann bitter, als sie die nächste Kontrolle passiert hatten und die Straße entlang gingen. Eine Weile hatte er geschwiegen, ehe er weiter sprach und sich die Häuser ansah, die hochherrschaftlich über ihnen zu stehen und sogar die Mauern Finley dafür zu verurteilten schienen, das er hier eigentlich nichts zu suchen hatte.
"Du hast mir immer noch nicht geantwortet", murmelte er und beließ es allerdings dabei, fragte seinen Freund nicht noch einmal nach ihren ganzen Freund aus dem Krankenhaus.
Eine dunkle Ahnung kroch langsam immer stärker an seinem Nacken hinauf, die er all die Jahre einfach unterdrückt hatte, als er von der Explosion in Crysanth Haven erfahren hatte. Wahrscheinlich hatte er es einfach nie wahrhaben wollen, doch er konnte es genau fühlen was passiert war. Es war beinah greifbar und hing zwischen ihnen in der Luft.
Selbst als sie schließlich das scheinbar sichere Zuhause Jasons betraten konnte Finley nicht anders als das Gefühl weiterhin an seinen Hacken haften zu lassen. Er konnte es nicht abschütteln, egal wie sehr er sich dagegen sträubte, nein, es ließ seine Muskeln verkrampfen und seine Hände nur noch stärker zu Fäusten ballen, ehe er sich zu dem anderen umwandte und das Glas entgegen nahm.
Finley trank nicht. Er sah Jason in die Augen und runzelte leicht verzweifelt seine Stirn. Sie wussten doch beide worauf das hinaus laufen würde oder? Er hatte es doch schon gewusst als er vor einigen Stunden vor ihrer Haustür standen war. Als er ihn gesehen hatte und bemerkt hatte, das das nicht mehr sein Bruder war. Er war fremd und kalt und Finley fürchtete sich vor ihm.
Wie konnte es nur so weit kommen?
Als sein Zauberstab aus seiner Manteltasche flog und direkt in Jasons Griff landete, konnte Finley nicht anders als sein Gesicht einen Moment in seiner freien Hand zu verbergen und über seine Augen zu fahren. Er atmete tief ein und nahm sie wieder von seinem Gesicht, betrachtete den anderen und schüttelte leicht den Kopf.
"Wieso bringst du mich nicht gleich um?", seine Stimme brach nicht, sie hörte sich nur ein wenig heiser an. Er war einfach so sehr enttäuscht von sich selbst. "Wo sind die anderen, Jason? Wo habt ihr sie hingebracht? Zu Sullivan?"
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Mai 12, 2014 2:07 pm

Jason sah Finley einfach nur an und schüttelte dann langsam den Kopf. "Ich will das hier genauso wenig wie du. Aber es ist nun einmal nötig." Er seufzte noch einmal. "Ich habe dich nicht angelogen. Du bekommst eine zweite Chance von mir. Aber ich kann dich so nicht einfach laufen lassen. Das musst du einsehen. Du wurdest von deinen sogenannten Freunden zu sehr manipuliert. Du weißt nicht mehr was richtig ist." Er nahm einen weiteren Schluck des Whiskeys und setzte sich schließlich auf das Ledersofa. Mit einer Bewegung seiner Hand bedeutete er Finley, dass er sich ebenfalls setzen konnte. Kurz lachte er auf. "Nichts liegt mir ferner als dich umzubringen. Ich will dir helfen. Verstehst du das nicht?" Er schüttelte den Kopf und sagte mehr zu sich selbst: "Natürlich nicht..." Noch einmal nahm er einen Schluck und sein Blick verdüsterte sich. "Wir sind nun einmal Zauberer. Es gibt nichts was man daran ändern kann. Aber es gibt Wege damit zu leben ohne der Allgemeinheit zu schaden. Du hast deine Ausbildung zwar nicht abgeschlossen, aber du warst auf dem besten Weg dahin. Das mit den Kindern war kein Spaß. Du kannst ihnen helfen. Du kannst alles tun, was du willst. Aber erst musst du verstehen, welche Seite die Richtige ist."
Er sah seinen Freund an und ihm war bewusst, wie viel Arbeit auf ihn zukommen würde. Es war schon Arbeit genug gewesen, diese ganze Sache von Sullivan absegnen zu lassen. Er fuhr sich noch einmal durch die Haare. „Wie auch immer. Du kannst dich sträuben wie du willst. Damit habe ich gerechnet. Aber wenn du erst mal nicht mehr unter der Fuchtel dieser-“er spuckte das Wort fast aus „Leute bist, wirst du wieder klarer sehen.“
Als Finley fragte, wo seine Zaubererfreude waren, verzog Jason kurz das Gesicht. Ihm war klar, dass die Antwort darauf Finley nicht gefallen würde. „Bei ihnen hätte es keinen Sinn mehr gemacht ihnen zu helfen. Ich habe sie beobachtet und sie sind so festgefahren in ihrer Meinung... du musst verstehen, dass ich eine Verantwortung habe. Ich kann nicht zulassen, das so eine Gefahr hier frei herumläuft. Ich habe getan, was für sie am besten war.
Wir versuchen schon seit einiger Zeit dieses Haus ausfindig zu machen. Bisher war uns das allerdings nicht möglich. Und diese Leute... sie versuchen anständige Nichtmagier auf ihre Seite zu ziehen. Sie machen Propaganda. Zwar waren sie nicht sehr erfolgreich, aber schon ein kleiner Aufruhr...“ Jason brach ab. Das alles tat nichts zur Sache. „Wie auch immer, sie sind vorerst in einem Auffanglager untergebracht. Dort können sie weder sich selbst noch anderen Schaden zufügen.“ Schon bevor Finley reagieren konnte, hob Jason eine Hand um ihm zu bedeuten, dass er Still sein sollte. „Ich weiß, dass du gegen diese Lager bist. Mir ist klar, dass du wütend bist und dass ich dich wohl deiner Meinung enttäuscht habe. Aber glaub' mir, ich will nur, dass das alles ein gutes Ende nimmt.“
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Mai 13, 2014 12:45 pm

Obwohl er seinen Freund sehr wohl sehr gut gehört hatte, machte Finley keine Anstalten sich hinzusetzen. Er stand immer noch mitten in dem luxuriösen Raum, das Glas Whiskey in seiner Hand zitterte leicht, sodass der Inhalt stark bebte, während sein restlicher Körper ruhig zu sein schien.
Langsam holte der junge Zauberer Luft und hob seine Brauen, nahm einen Schluck und spürte wie der Alkohol in seiner Kehle brannte. Er rechnete zwar damit, dass Jason ihn vielleicht sogar vergiften oder ins Koma versetzen wollte, doch im Moment erschien es ihm egal zu sein. Er saß so oder so in der Falle, also was brachte es da sich auch noch über andere Späße Gedanken zu machen, die West sich für ihn ausgedacht hatte?
Er runzelte leicht seine Stirn, hob die Brauen und sah Jason schließlich abwartend an, hörte ihm weiter zu und stellte das Glas schließlich laut auf dem Cafetischchen ab, welches zwischen ihm und dem Sofa stand.
"Ich verstehe es nicht, nein." Seine Stimme klang ruhig, er fuhr sich dennoch einen Moment fahrig über seine Augen, atmete zitternd ein und begann dann wieder leicht bitter zu schmunzeln. "Aber das tust du genauso wenig, Jason. Ich könnte dir jetzt aufzählen in welcher Weise dich diese kranken Arschlöcher-", seine Stimme wurde lauter und seine Wut schien durch seine ruhige Fassade durchzubrechen, "manipuliert haben, aber es würde nichts bringen oder?!" Finley war laut geworden, er trat gegen den Tisch und sah zu wie das Holz umkippte und das wohl teure Glas am Boden zerschellte, ehe er vor Jason trat und ihn von oben herab ansah. Jason selbst wollte er nicht wütend anstarren, es war viel mehr die Verzweiflung und die pure Enttäuschung, die ihm der Jüngere bereitet hatte.
"Du hast meine Familie in eines der Ghettos verfrachtet? Einfach so, weil du dachtest - weil du angenommen hast, dass sie mich manipuliert haben, genauso wie es Sullivan bei dir getan hat? Und Propaganda - du denkst wirklich wir wollen Muggel auf unsere Seite ziehen? Nein, Jason, einfach nein. Wir versuchen mit ihnen auszukommen und in Frieden miteinander zu leben. Glaubst du wirklich wir wollen, dass diese ganze Scheiße noch einmal von vorn anfängt?"
Finleys Atem ging schnell, er ballte seine Hände zu Fäusten, doch machte keine Bewegung nach vorn, die Jason als bedrohlich hätte empfinden können. Schließlich konnte er ihm nichts antun. Nicht seinem Bruder.
"Du kannst dir dein gutes Ende sonst wo hinstrecken, West", er spuckte seinen Namen genauso aus wie Jason es selbst getan hatte. "Ich werde dich nicht unterstützen. Ich wollte dir nur helfen, aber wenn du dich so entschieden hast…"
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Mai 13, 2014 7:30 pm

Jason hatte damit gerechnet, dass Finley sich quer stellen würde. Was er sagte, hatte Jason erwartet. Trotzdem schüttelte er leicht den Kopf vor so viel Unverstand. Er konnte Finley keinen Vorwurf machen, dass er so dachte, aber er fand es traurig, wie weit es mit ihm gekommen war. Als er den Tisch umwarf und das Glas darauf zu Bruch ging zog Jason eine Augenbraue nach oben und entschloss sich, nun ebenfalls etwas zu sagen."Natürlich ist Sullivan nicht gerade der netteste Mensch. Das musst du mir nicht erklären. Aber er ist nun einmal nötig. Ein Mittel zum Zweck, verstehst du? Was glaubst du, wo ich heute ohne ihn wäre? Wo wir heute ohne ihn wären? Wir würden uns genauso in einem dieser stinkenden Ghettos aufhalten wie der restliche Abschaum. Und ganz davon abgesehen hat er Recht mit dem, was er sagt."
Der Blick mit dem Finley ihn dann musterte war voller Enttäuschung und Jason fragte sich, wie er diesen Kerl davon überzeugen sollte, dass er falsch lag. Er redete weiter und kurz zuckte pure Kälte über Jasons Gesicht. "Deine Familie..." Er lachte gehässig und versuchte damit dieses Gefühl zu übertönen, dass ihm fast die Luft abschnürte, während Finley einfach weiterredete.
Als er kurz ruhig war, dachte Jason schon, er wäre fertig. Aber Finley schien sich in Rage zu reden und was er dann sagte, ließ Jason nach seinem Zauberstab Greifen. Sein Blick wurde abweisend und kalt. Langsam stand er auf richtete seine leicht zitternde Hand, die fast krampfhaft den Zauberstab umklammert hielt auf den Tisch, der sich daraufhin wieder zusammensetzte.
Ohne ihn anzusehen, sagte er kalt:„Dann lasse ich dich jetzt allein. Du kannst dich hier drin frei bewegen. Vielleicht hast du dich bis morgen ja wieder ein bisschen beruhigt.“
Er ging zur Tür und fasste schon nach der Klinke, als er sich noch einmal umdrehte. „Achja, ich hoffe, du schläfst heute Nacht besser, als deine neue Familie, Avery.“ Damit schloss er die Tür hinter sich.
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Mai 13, 2014 10:28 pm

Natürlich hatte sich Finley nicht beruhigt. Seine Faust zitterte, auch noch lange nachdem Jason den Raum verlassen und die Türe hinter sich zugezogen hatte, sodass er noch lange brauchte um sich zu beruhigen. Sein Atem flog schnell, während er abermals wütend gegen die Couch treten musste, um auch nur ansatzweise sich beruhigen zu können.
Es hatte nichts geholfen. Er war die halbe Nacht wimmernd vor dem Sofa gehockt, hatte sich die Haare gerauft und sich selbst davon abgehalten eine Panikattacke zu bekommen. Von denen hatte er schließlich genug, dass er gar nicht mehr zählen konnte, wie oft sie ihm einen Besuch abstatteten. Also hatte er sich eben die Stunden um die Ohren geschlagen, in dem er zitternd vor und zurück gewippt war und versucht hatte die Gedanken des Versagens zu verdrängen, die ihn so quälten, doch er hatte es leider nur halbwegs geschafft.
Seine müden Augen fixierten auch noch morgens den Boden vor sich, sein Blick fuhr langsam über seine Hände, die zusammen gefaltet zwischen seinen Beinen lagen und ihm in diesen Moment so unendlich nutzlos vorkamen. Er hob sie an und legte sie auf seine Beine, senkte ein wenig seinen Kopf und seufzte laut auf.
Er konnte nur an Roel und die anderen denken. An Jack, an Molly, die sich jetzt wohl zusammen mit ihrem Mann zu einem ihrer vielen Söhne gerettet hatte und sogar an Potter. Aber vor allem hingen seine Gedanken bei Rowan. Er hatte sich bei der Kleinen nicht wirklich verabschieden können und dass er jetzt seine Mitschuld daran trug, dass sie dort in einem der Lager leben musste.
Finley presste Luft zwischen seinen Zähnen hindurch. Ein undefiniertes Geräusch kam aus seinem Mund, was er nur als unterdrückte Wut interpretieren konnte und rappelte sich dann ungehalten auf. Wie ein wildes Tier im Käfig lief er das Zimmer auf und ab, auch wenn sein Körper langsam aber sicher sich seinen Befehlen zu verweigern schien, da er die ganze Nacht nicht geschlafen hatte. Aber was blieb ihm anderes übrig? Er konnte sich nicht einfach zur Ruhe legen. Er konnte einfach nicht.
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Jul 06, 2014 10:39 pm

Mit einem lauten Keuchen wachte er auf. Blut. Überall war Blut gewesen. Er fuhr sich durch die Haare und merkte, dass seine Hand zitterte. Seit er Finley wieder getroffen hatte wurde es immer schlimmer mit seinen verdammten Alpträumen.
Er blieb ein paar Minuten liegen, bis sein Körper aufhörte unkontrolliert zu zittern. Gerade so lange, wie sein straffer Zeitplan es erlaubte. Schließlich fiel jetzt nicht nur Wahlkampf an, sondern auch die Betreuung seines alten Freundes. Jason hatte kaum eine freie Minute. Er stand auf, zog sich ein Jacket an (und wenn er solche Kleidung noch so sehr hasste, gehörte sie nun einmal dazu) und machte sich auf den Weg.

Erst sechs Stunden später stand er wieder vor dem Haus, in dem sein Sorgenkind auf ihn wartete. Gestresst und mit Wangenschmerzen von der ganzen heuchlerischen Lächlerei legte er einen leichten Schutzzauber über sich (man konnte nie wissen, auf was für Gedanken Finley mittlerweile kam) und betrat das Haus.
Voller Erleichterung zog er sich das Jacket aus und hängte es über den Kleiderhaken und seine Krawatte ordentlich darüber. Endlich wieder frei atmen...
"Wo bist du?",fragte er ohne sich wirklich umzusehen und redete weiter in dem Wissen, dass Finley nicht so weit entfernt sein konnte, dass er ihn nicht hörte. "Du kannst dir gar nicht vorstellen wie anstrengend es ist, vor diesen ganzen Politikeraffen einen guten Eindruck zu machen. Ich freue mich wirklich darauf, wenn ich endlich gewählt bin. Dann hat dieser Zirkus ein Ende." Jason seufzte. "Mir ist übrigens klar, dass das gestern besser hätte laufen können. Aber ich finde, wir sollten heute einfach noch einmal ruhig darüber reden, ja? Ich hör' dir zu, du hörst mir zu. Ganz einfach."
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 12:38 am

Die letzte Nacht hatte Verhaltensweisen mit sich gebracht, die Finley eigentlich geglaubt hatte abgelegt zu haben. Während er mit geschlossenen Augen vor dem Spiegel im Bad stand und sich mit seinen Händen am Waschbecken abstützte, keuchte er einen Moment auf, bevor er es wieder wagte in seine eigene Reflexion zu sehen. Dunkle Ringer zogen sich unter seinen Augen entlang, die müde unter seinem zerzausten Pony hervor lugten und einen harten Kontrast zu seiner hellen Haut gaben, genauso wie seine lange rötliche Narbe auf seinem Hals. Er hatte sein Hemd aufgeknöpft und betrachtete sie vorsichtig, fuhr langsam mit seinen Fingern über das malträtierte Gewebe. Sie war so alt und dennoch leuchtete sie ab und an wieder auf, als ob was auch immer ihn damals auf so wundersame Weise geheilt hatte, versuchte seine Verletzung abermals zu schließen.
Dann hörte er Jasons Stimme und wandte sich nur kurz um, um gegen die verschlossene Holztür zu sehen, die ihn vom Gang der großzügigen Wohnung trennte.
Finley presste seine Lippen aufeinander und machte seine Hemd wieder zu, während sein Blick noch kurz auf die Rasierklingen flogen, die er auf dem Waschbecken verteilt hatte. Sie waren noch sauber und unbenutzt und er war froh, dass er nichts getan hatte, was er vielleicht hätte bereuen können. Schnell sammelte er sie ein und stopfte sie so vorsichtig wie es eben ging in den kleinen Holzschrank neben dem Becken und zog sich dann wieder seine Tweedjacke an, bevor er dann die Tür öffnete, um nach seinem ehemaligen Freund Ausschau zu halten.
Ja, er bezeichnete Jason nicht mehr als seinen Freund. Er war immer noch sein Bruder, auch wenn sie nicht miteinander verwandt waren, dennoch konnte er ihn nicht mehr als jemanden sehen, dem er ohne Bedingungen vertraute. Immerhin hatte er ihn eingesperrt und seine Familie diesen Monstern in den Flüchtlingslagern ausgeliefert. Seine Gedanken huschten immer wieder zu Roel und Jack, er dachte vor allem an Rowan und hoffte, dass ihnen nichts passierte. Um Crouch machte er sich keine Sorgen. Nicht, dass er Angst hatte dass diesem Mörder etwas passierte, doch er kannte ihn noch gut genug aus seiner Kindheit, um zu wissen, dass er zumindest Roel nie ein Haar krümmen würde. Und nachdem er mitbekommen hatte, dass Jack Finley etwas bedeutete und er wie ein Vater für ihn war, würde er auch ihm nichts antun.
Der junge Zauberer seufzte. Er hatte seit Crouchs Ankunft im Orden den Verdacht, dass der Todesser ihn nur schonte, weil er der Sohn seines besten Freundes war. Daran hatte Finley nicht einmal gedacht, bis er ihm seit Jahren wieder begegnet war. Doch er schien immer noch so stark an Theodore Avery zu hängen, dass er selbst seinen Sohn schützte…
Bevor Finley allerdings sich weiter über dieses Problem nachdenken konnte, sah er auch schon Jason um die Ecke laufen und sah ihn mit einem ausdrucksloser Miene an, ehe er sich dann wieder abwandte und in die Küche lief, um sich dort einen Kaffee einzuschenken, den er vorhin gemacht hatte.
Er sagte nichts. Was sollte er auch schon sagen? Es war alles gesagt worden und er hatte kein Interesse Jason noch mehr mit Informationen zu füttern, die er seinem Herrchen unterbreiten konnte.
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 12:59 am

Jason hatte gewusst, dass er viel Geduld mitbringen musste um die ganzen Ideen dieser Hexer aus seinem Hirn zu verbannen. Es war klar gewesen, dass es nicht einfach werden würde. Sie hatten drei Jahre Zeit gehabt seinen immer schon etwas andersdenkenden Freund noch mehr von seinem Weg abzubringen. Doch trotzdem glaubte er nicht, dass Sullivan Recht hatte. Man konnte Finley überzeugen. Es musste einfach funktionieren.
Er lief ihm in die Küche nach, nahm sich ebenfalls einen Kaffee und lehnte sich dann gegen die Küchentheke. Finley schien nichts sagen zu wollen und auch Jason nippte erst einmal an seinem Kaffee. Fynley schien schließlich wirklich gedacht zu haben, dass diese Zauberer seine Freunde waren. Eigentlich war es klar, dass er jetzt erst einmal Zeit brauchte. Trotzdem nagte eine gewisse Ungeduld an dem Zauberer.
Fast schon ein wenig unsicher, was er sagen sollte lächelte er erst einmal zögerlich und fragte dann: "Ich hoffe mein Haus gefällt dir? Gestern dachte ich es wäre besser... naja, auf jeden fall bleibe ich heute auch hier." Vielleicht war es besser, das Thema jetzt erst einmal nicht anzuschneiden. Erst einmal sollte er es hinbekommen, dass Finley ihm wieder vertraute. Dass er einsah, dass das was Jason getan hatte für ihn geschehen war. Schließlich hätte er ihn auch einfach in eines der Ghettos abschieben können, wie all die anderen. Oder er hätte ihn einfach fallen lassen können. Was früher oder später auf dasselbe hinausgelaufen wäre.
Allerdings glaubte Jason nicht, dass Finley das jetzt schon verstehen würde. Es war schon komisch, wie sie sich auseinander gelebt hatten. Trotzdem war es immer noch Finley. Jasons sah sich seinen Freund eine Weile lang an. Äußerlich war er immer noch fast derselbe. Auch wenn sein Kinn wahrscheinlich schon wieder gewachsen war. Ganz davon abgesehen, dass er so wie er aussah wahrscheinlich kaum geschlafen hatte. Blass und tiefe Augenringe. Jason konnte nicht anders. Er grinste seinen Freund an und sagte: "Du siehst echt scheiße aus."
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 11:34 am

Die letzten Worte schienen Finley direkt in seine Hand gefahren zu sein, denn er schlug ohne Vorwarnung die Porzellantasse in seiner Hand an der Küchentheke auf und während der brühend heiße Kaffee über seine Hand lief und er die aufgeschlagene Kante an Jasons Hals hielt, nachdem seine andere Hand ihm am Kragen gepackt hatte. Es fühlte sich falsch an ihn so zu bedrohen, sodass er sich selbst zurück halten musste nicht erschrocken von seinen eigenen Handlungen zurück zu weichen. Er hielt es aus, starrte Jason an, als ob er ihm gleich die gleiche Narbe verpassen würde, wie sie ihm seine sogenannten Freunde in Crysanth Haven beigebracht hatte, ehe er verachtend schnaubte und Jason ein wenig fester packte, ehe er etwas gequält leise zwischen seinen Lippen hervor presste: "Scheiße, huh?" Seine Stimme hörte sich heiser an, er wollte nicht, dass Jason es wusste, doch er hatte die Zeit, in der er nicht da gewesen war hauptsächlich mit Schreien und einem psychischen Zusammenbruch verbracht, den man ihm jetzt vielleicht anmerken konnte. "Soll ich dir zeigen wie scheiße es mir geht? Nachdem du meine Familie in den sicheren Tod geschickt hast? Nachdem du mich hier einsperrst wie ein verdammtes Tier?", er spuckte das letzte Wort Jason förmlich entgegen und ließ ihn dann zitternd los, ehe er die Tasse auf den Boden warf und einen Schritt nach hinten machte. "Sag einfach nichts, Jason. Sag nichts. Sie haben dich so manipuliert ich-" Er brach ab und schüttelte ungläubig seinen Kopf. "Ich erkenne dich nicht wieder."
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 11:57 am

Jason spürte die Scherbe an seinem Hals und schluckte. Er hätte sich nie vorstellen können, jemals Angst vor Finley zu haben, aber er wurde hier eines besseren belehrt. Jason kannte seine Ausbrüche, allerdings hatte er noch nie einen in diesem Ausmaß erlebt. Und vor allem nicht gegen sich selbst. Kurz war er sich wirklich nicht sicher, ob Finley nicht einfach zustechen würde.
Doch er ließ die Scherbe fallen und ging einen Schritt zurück.
Jason sah traurig auf das, was aus seinem Freund geworden war. Es war also auch bei ihm schon zu spät. Die Hexergene brachen auch bei ihm durch. Es gab also doch keine Ausnahmen.
Er fragte: "Bist du fertig?"
Dann fuhr er sich mit der Hand durch die Haare. Tatsächlich wäre er jetzt lieber wieder mit den heuchlerischen Idioten aus dem Kabinett zusammen.
"Gut, dann hör mir zu." Er überlegte sich kurz, ob er einen Schutzzauber über sich legen sollte, aber er war sich ziemlich sicher, dass Finley ihn ab jetzt in Ruhe lassen würde. Es war trotz allem Finley. Trotz allem umspielte seine Hand seinen Zauberstab.
Er fixierte ihn regelrecht. Wollte, dass Finley ihm endlich glaubte. "Dir ist nicht klar, warum ich das mache, oder? Dir ist nicht klar, wie schwierig es überhaupt war, das alles in die Wege zu leiten. Du hast keine Ahnung, Fynn. Du hast keine Ahnung. Es geht hier nur darum deinen Arsch zu retten."
Erneut fuhr er sich durch die Haare. Er fluchte nicht gern. Hatte er nie. Aber dieses Mal war es nicht anders gegangen. Es war frustrierend. Sie hatten ihn mehr zu einem der ihren gemacht, als er geglaubt hatte.
"Ich habe niemandem geglaubt, dass es zu spät ist. Ich gebe nicht einfach auf. Das weißt du. Und ich werde auch bei dir nicht aufgeben. Wir kriegen das hin."
Jason war sich nicht sicher ob diese Sätze wirklich Fynn galten oder eher ihm selbst. Er seufzte. "Ich will doch nur, dass es wieder so ist wie früher. Verstehst du das nicht?"
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 12:50 pm

Finley hatte sich gerade wieder abwenden wollen, als Jason ihm antwortete und er mitten in der Bewegung stehen blieb und ihn finster unter seinem nass geschwitzten Pony ansah, ehe er ein Lachen von sich gab, was sich so verzweifelt anhörte, als ob er vor den Doktoren seiner Kindheit stehen würde. Das hier konnte doch nicht echt sein oder? Sein Jason wie er immer und immer wieder versuchte ihm diese Ideologien schmackhaft zu machen, aus denen er damals entronnen war… und dabei war es ganz allein seine Schuld, dass Jason so manipuliert worden war. Er hatte es nicht geschafft ihn mitzunehmen und er hatte es nicht geschafft, die andere zu retten.
"Nein ich verstehe es nicht", sagte er leicht lachend und fuhr sich mit der Hand über seine Stirn, sodass er die Haare aus dem Gesicht bekam und dabei Jason verständnislos ansehen konnte, während er ihn musterte, als ob er ihn jetzt das erste Mal wieder sehen würde. "Es wird nie wieder wie früher werden, Jason!", mit bitterer Stimme fuhr er fort und hielt sich zurück nicht einfach den Raum zu verlassen. "Und weißt du warum? Weil ich nicht mehr zu ihnen zurück gehen werde. Ich will nie wieder ein Gefangener sein, wie du es bist. Auch wenn meine Situation ganz anders aussieht, ich will nie wieder unter ihrer Fuchtel stehen und das um keinen Preis."
Finley sah Jason noch einmal bedeutungsvoll an, hoffte, dass er verstand, dass ihn nichts dazu bringen würde mit ihm zusammen zu arbeiten, ehe er seine Hände zu Fäusten ballte.
"Bitte versteh, dass ich meine Familie nie wieder verraten werde. Ich hab schon genug falsch gemacht, in dem ich dir das erste Mal vertraut habe."
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 5:28 pm

Jason hörte sich einfach nur an, was Finley zu sagen hatte und die Nettigkeit und das Verständnis, dass er eben noch aufgebracht hatte verschwanden und seine Stimme bekam einen drohenden Unterton. "Anscheinend verstehst du deine Lage nicht ganz." Kurz flackerte ein Grinsen über sein Gesicht. "Falls du es noch nicht bemerkt hast, kann ich dieses Haus jederzeit verlassen. Nicht ich bin der Gefangene, Finley. Und du stehst nicht unter ihrer Fuchtel, aber wenn du so weitermachst irgendwann unter meiner."
Wieder dieses Wort. 'Familie'. Jason drehte es den Magen um.
"Und wenn du mich mittlerweile so abgeschrieben hast, sollte ich es dir vielleicht gleich tun. Vielleicht willst du auch in eines der Auffanglager gebracht werden. Na, was ist? Wäre dir das lieber?
Wahrscheinlich. Aber ich will dir nichts vorspielen. Deine so genannte Familie siehst du so oder so nie wieder. Das habe ich veranlasst."
Jason war klar, wie Finley das aufnehmen musste. Ihm war klar, dass zumindest der Verdacht aufkommen musste, dass sie tot waren. Aber das war vielleicht besser so. Er hatte nicht vor sich den einzigen Teil seiner 'Familie' mit ein paar Todesser - Monstern zu teilen.
Sein Blick bekam etwas manisches. "Wenn du also ganz alleine in einem Ghetto krepieren willst, tu dir keinen Zwang an. Das lässt sich einrichten."
Damit drehte Jason sich um und ging zur Tür. Kurz bevor er sie öffnete drehte er sich allerings noch einmal um. "Dir muss langsam klar werden, dass der einzige, der sich noch um dich schert ich bin. Und glaub mir, dieses letzte Privileg willst du nicht auch noch verlieren."
Er schlug die Tür hinter sich zu und verschwand in seinem Zimmer.
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 6:36 pm

Finley hatte auf Jasons Worte nichts erwidert. Wie konnte er auch? Wenn er etwas gesagt hätte, hätte seine Stimme angefangen zu zittern. Nicht nur aus Wut oder der unendlichen Trauer, die er über das Verhalten seines ehemals besten Freundes empfand, nein… er hatte Angst. Sein manischer Blick war verstörend gewesen. Nichts in seinen Augen hatte ihn noch an den kleinen Jungen erinnert, der damals weinend nach seiner Mum und Schwestern gefragt hatte. Und ihm dabei saftig eine verpasst hatte, als er ihn erschreckt hatte.
Ein kurzes Schmunzeln legte sich auf Finleys Lippen, ehe er mit seiner Hand über seine Augen fuhr und sich seine Miene in eine verbitterte Grimasse verwandelte. Es würde nie mehr so sein wie früher. Nie mehr.

Die Tagen vergingen zäh und langsam in Jasons Haus. Er konnte es nicht verlassen, wie auch wenn er jetzt offiziell sein Gefangener war und nicht einmal mit ihm redete, um vielleicht doch irgendwelche neuen Privilegien zu erlangen. Er würde sich nicht auf Jasons Seite schlagen und sicherlich auch nicht versuchen ihn irgendwie zu überzeugen. Finley brauchte Zeit und Ruhe und war so die meisten Stunden des Tages in der Bibliothek zu finden, wo er all die Bücher durchstöberte, die Jason zu Lesen hatte.
Viele waren die gleichen Titel wie sie sie im Orden gehabt hatte, doch mit teil völlig anderem Inhalt. In vielen Geschichtsbüchern standen falsche Angaben, die nicht nur die Todesser, sondern die gesamte Zauberergesellschaft für all die Toten verantwortlich machte, die auf der Muggelseite verzeichnet worden waren. Finley musste bei manchen Passagen schlucken und einige Bücher wieder zuklappen, weil ihm die schiere Gehirnwäsche einfach zu viel wurde. Und diese Bücher wurden frei verkauft…
Er konnte sich denken warum die meisten Menschen der Muggelgesellschaft gegen die Zauberer waren. Sie glaubten wirklich sie seinen Monster, Ausgeburten der Hölle, die nur hier waren um ihnen das Leben schwer zu machen. Der junge Zauberer hatte gewusst, dass es so schlimm um ihre Gesellschaft stand, doch er hatte immer noch einen Schimmer Hoffnung gehabt, dass irgendwo jemand die Wahrheit verbreiten würde. Doch den verlor er jetzt auch langsam aber sicher…
Gerade schlug Finley das letzte Buch zu, das er gelesen hatte und horchte auf, als er von draußen Stimmen hörte. Einige von Jasons Nachbarn schienen sich lautstark zu unterhalten. Er konnte etwas von Wahlergebnissen und gegenseitigen Beglückwünschungen hören, sodass er ruckartig von dem Sessel in der Bibliothek aufstand und rasch in das Wohnzimmer von Jason ging, nur um dort den großen Fernseher anzuschalten, der augenblicklich aufflackerte und wie auf Zuruf einen Kanal zeigte, der gerade die Wahlergebnisse zum Zaubereiminister übertrug...
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Jul 07, 2014 8:55 pm

Händeschütteln, Reden halten und diese Euphorie, die sich in einem ausbreitete, wenn man gewonnen hatte. Er hatte es ihnen allen gezeigt. Allen. Die Bildschirme in der ganzen Stadt hatten sein Gesicht gezeigt. Er, als der Retter der Menschheit. Derjenige, der die Hexer endlich in ihre Schranken weisen würde. Einfach, weil er einer von ihnen war.
Aber die jubelnden Menschen waren vergessen, als er die schwere Eichentür des Büros hinter sich schloss. "Ich bin da, Sir." Die Worte hallten in dem halbdunklen Raum wieder und verstärkten die drückende Atmosphäre die sich wie eine schwere Decke über Jason legte.
Er sah zu dem Mann, der hinter dem teuren Schreibtisch eine Silhouette gegen die Lichter Londons bildete.
"Du hast es also geschafft",kam die Antwort kalt zurück. Jason war verwirrt. Sullivan hörte sich nicht begeistert an. "Dir ist es klar, dass jetzt erst der schwierige Teil kommt, oder?"
Jason antwortete nicht. Er wusste nicht, was er darauf sagen sollte. Seine Ausbildung hatte es als Ziel gehabt, ihn genau hierher zu führen.
Sullivan ließ sich von seinem Schweigen nicht irritieren. Jason konnte trotz der Dunkelheit sehen, wie seine Mundwinkel sich zu einem Grinsen verzogen und Jason wurde auf einmal kalt.
"Es wird jetzt ein schmaler Grad für dich. Du bist vielleicht ihr Minister, aber dir muss klar sein, dass du auch ihr Feind bist. Momentan bist du nützlich, aber sobald du deinen Nutzen verlierst und das Hexerproblem gelöst ist, glaubst du wirklich, dass sie sich weiter der Gefahr eines Zauberers mit Macht aussetzen?"
Sullivan lachte leise auf und Jason, dem die Haare zu Berge standen kochte nun auch noch die Wut hoch. "Wenn du einen Fehler machst, Junge, dann werden sie dich genauso schnell entsorgen, wie sie dich an die Spitze gebracht haben."
Jason wusste, dass Sullivan Recht hatte. Ihm wurde klar, dass er auf einem wackeligen Posten saß, auch wenn er gerade noch gefeiert wurde... Die Gedanken in seinem Kopf rasten und man hörte Wut und Entschlossenheit in seiner Stimme. "Was soll ich tun?"
Sullivan fixierte ihn mit seinen kalten Augen und antwortete: "Dasselbe, was du immer tust, Junge. Du tust, was ich dir sage."

Eine halbe Stunde später war Jason immer noch in Gedanken versunken. Er wollte nicht, dass man ihn erkannte und ansprach. Womöglich mit ihm feiern und auf ihn trinken wollte. Nein, er musste nach Hause. Er musste nachdenken.
Also wurde er zum Raben und machte sich so auf den Heimweg. Als er die Tür hinter sich zuschlug, ließ er sich erst einmal dagegen sinken und vergrub sein Gesicht in seinen Händen.
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Jul 09, 2014 1:09 am

Der Fernseher flimmerte immer noch auf, als Finley die Haustür ins Schloss fallen hörte. Er wusste einen Moment nicht, ob er sich von der Stelle bewegen sollte, denn ein eiskalter Schauer hatte seinen Rücken erfasst, sodass er zögerte und die düsteren Gedanken erst einmal besaite schieben musste, ehe er in der Lage war einen Schritt nach vorn zu machen, um in den Gang zu spähen.
Er hob leicht sein Kinn an, presste die Lippen angespannt aufeinander, ehe er anfing auf seiner Unterlippe zu kauen, nur um dann rasch nach vorn zu staksen und kurz vor Jason stehen blieb und mit einem sicheren Abstand von ein paar Metern auf ihn hinunter blickte, schweigend ohne ein Wort zu verlieren.
Er wusste nicht einmal was er sagen sollte. Häme wäre unangebracht. Beglückwünschungen ebenso. Aber sein Tagelanges Schweigen war jetzt genauso hinfällig, wie alles andere was ihm einfiel, also seufzte er nur und verschränkte seine Arme.
"Bist du jetzt glücklich?", fragte er leise und hörte immer noch die Stimmen von draußen, die, wie Finley einschätzte, reichen Muggeln gehörten, die sich freuten, dass nun endlich mit dem gefährlichen Zaubererpack abgerechnet wurde. Er konnte darüber nur den Kopf schütteln und ein wenig seine Augen schließen. Er hielt diesen Anblick bald nicht mehr aus.
"Dann wünsche ich dir eine schöne Amtszeit, West", sagte er und wandte sich ab, ehe er zurück ins Wohnzimmer ging und den Fernseher ausschaltete. "Und möge das Glück stets mit dir sein."
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Jul 09, 2014 10:32 pm

Jason bemerkte erst, dass Finley sein Schweigen gebrochen hatte, als er ihn reden hörte. Sein Gesicht war immer noch in seinen Händen begraben und er brachte es nicht über sich, seinen alten Freund anzusehen. Nicht, nachdem was er sagte. Es war irgendwie irreal wie sie hier standen und er all die Verachtung aus Finleys Stimme hörte, während draußen die Muggel seinen Sieg feierten.
Früher hätte er in dieser Stimmung und nach solch einem Gespräch mit Sullivan mit ihm darüber geredet. Finley hätte ihm zugehört. Er hätte ihn aufgebaut.
Aber das war vorbei. Finley verachtete ihn genauso, wie der Rest der Zauberer. Vielleicht sogar noch ein wenig mehr.
Jetzt erst nahm Jason langsam seine Hände nach unten und sah den Mann an, der wahrscheinlich der einzige war, der verstehen würde. Der wusste, was er durchgemacht hatte und bei dem er sich sicher war, dass er diese absolute Müdigkeit in seinem Gesicht sehen würde. Aber das war nicht gut. Er durfte ihn nicht sehen lassen, was los war. Er durfte nicht riskieren, dass Finley sich noch mehr von ihm entfernen würde.
Vielleicht wäre es am einfachsten gewesen, es ihm einfach zu erzählen. Alles was passierte. Aber Jason konnte in Finleys Gesicht sehen, dass er ihm nicht zuhören würde. Also schüttelte er nur den Kopf, rappelte sich wieder in eine stehende Position auf und murmelte: "Halt doch einfach die Klappe, wenn du keine Ahnung hast."
Damit schob er ihn auf die Seite und ging langsam die Treppen nach oben.
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Jul 09, 2014 10:57 pm

Das Geräusch seines Messers, welches unaufhörlich auf das Gemüse hackte, welches er eigentlich vorgehabt hatte anzubraten, hätte sich für jemanden außerhalb der Küche angehört, als ob Finley nun beschlossen hätte Jason zu töten. Und aus ihm Rattatouille zu machen. Gut, er musste gestehen, dass ihm schon einmal ein solcher Gedanke gekommen vor, gerade nach Jasons Wahl zum Zaubereiminister, doch dann hatte er sich dagegen entschieden und sich entschlossen nicht seiner Natur als 'gebürtiger' Todesser zu frönen, sondern es auf eine friedliche Weise zu versuchen.
In dem er die Paprika unter seinem Hacken fast zu Muß verwandelte. Irgendwie musste er ja seine Aggressionen abbauen und wenn schon das frische Gemüse aus Jasons riesigem Kühlschrank herhalten musste, dann war es ebenso.
Inzwischen hatte Finley schließlich auch akzeptiert, dass er sich an den Vorräten Wests vergreifen durfte. Anfangs hatte er sich dagegen gesträubt, hatte geglaubt, dass es wenn es seiner Familie schlecht ging, ihm auch schlecht gehen müsse und hatte sich geweigert zu essen und zu trinken. Doch jetzt hatte er eingesehen, dass es ihnen nichts helfen würde und er bei Kräften bleiben musste, wenn er sich irgendwann einmal bei Gelegenheit gegen Jason wehren musste. Außerdem war sein geistiger Zustand nicht gerade der prächtigste, sodass er sich entschloss ihn so weit zu pflegen, wie es eben ging. Und wenn das bedeutete, dass er den ganzen Tag nichts anderes tat als Einmachgläser mit Gemüse zu füllen, wie er es sonst immer mit Roel gemacht hatte. Man… und damals hatte er diese Aufgabe noch gehasst…
Die Klinge des Messers klirrte mit einem Mal auf, als sie zu Boden fiel und Finley sein Gesicht in seinen Händen vergraben hatte, während er rücklings auf die andere Theke fiel und sich dort abstützte. Er keuchte in seine Handflächen hinein, wischte sich dann hastig Tränen weg, die sich in seinen Augen festgesetzt hatten und legte seinen Kopf in den Nacken, während er seine Haare aus dem Gesicht schob.
Bald hielt er es nicht mehr länger hier aus. Er hatte diese Attacken schon früher gehabt, plötzliche Panik, wenn er auch nur einen Moment zurück an die Männer in Weiß dachte und an Jason und an Rose und die anderen, aber in letzter Zeit waren sie so häufig geworden, dass sie ihn an seinen alltäglichen Beschäftigungen fast abhielten.
Er musst hier raus. Schnell ging er aus der Küche, stakste unsicher was er mit sich anfangen sollte, den langen Gang entlang, hinaus in den Wintergarten im Erdgeschoss, ehe er dort die großen gläsernen Flügeltüren aufstieß, die hinaus in Jasons Garten führten. Er war verlassen.
Es war keine Überraschung, dass Jason West nicht in seiner eigenen Residenz… nun residierte. Der Zauberer war schon vor einigen Tagen einfach gegangen, ausgeflogen, um seinen fraglichen Tätigkeiten nachzugehen und sicherlich auch, um Finley aus dem Weg zu gehen. Er hatte Jason schon lange nicht mehr so zerstört gesehen, wie am Abend der Wahl, doch er konnte sich vorstellen was passiert war.
Wieder seufzte Finley auf und kniff einen Moment seine Augen zusammen, ehe er langsam weiter in den Garten hinein lief und in die Stille hinein horchte. Die Bäume über seinem Kopf rauschten im Wind, während die Sonne seine Arme wärmte, besonders an den Stellen, an dem er sein Hemd hochgerollt hatte. Einen kurzen Moment fiel sein Blick auf sein dunkles Mal und senkte instinktiv seine Hand, damit er es nicht weiter ansehen musste. So vernarbt es auch war, es erinnerte ihn zu stark an seine schlechte Vergangenheit, aber genauso an seine Familie, die diese Verstümmelung mit ihm teilten. Zumindest die meisten. Er war doch immer froh gewesen, dass Rowan niemals durch diese Folter hatte gehen müssen.
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Jul 09, 2014 11:18 pm

Jason hatte die letzten Tage damit verbracht, sich einzuarbeiten. Wichtige Leute besuchten ihn und auch er hatte ein paar Besuche zu machen. Sich vorstellen und wichtige Kontakte knüpfen. Die ersten Gesetze besprechen... natürlich ruhte Sullivans Augen auf allem was er tat.
Jason hatte sich lange nicht mehr in seiner Wohnung blicken lassen. Ihm war sogar das Zimmer, dass er immer noch in Sullivans Haus besaß eine willkommene Abwechslung zu Finleys Anwesenheit.
Aber das musste jetzt ein Ende haben. Er hatte die ersten Tage im Amt überstanden und hatte sich nun wirklich ein paar Stunden zusammen gekratzt um sich mit dem Zauberer zu beschäftigen.
Als er vor dem Haus stand seufzte er noch kurz einmal. Er hatte nicht wirklich Lust auf dieses Gespräch. Trotzdem war es nötig.
Jason öffnete die Tür, hängte seine Jacke sorgfältig auf und sah sich dann um. Doch Finley war nirgends zu sehen. Es ging ein paar Minuten, bis Jason begriff, dass sein Gast sich im Garten aufhielt. Er hielt es wohl nicht mehr lange hinter Mauern aus. Gut, wenn man ihre Vergangenheit betrachtete, war es auch kein Wunder.
Er sah ihm kurz durchs Fenster zu, wie er sein dunkles Mal ansah um schnell wieder den Blick davon abzuwenden. Kurz hatte er das Bild vor Augen, wie Finley ihm damals stolz erzählt hatte, was es bedeutete. Seit damals war viel Zeit vergangen.
Er öffnete die Tür und ging in den Garten und auf Finley zu. "Ich weiß, dass du nicht mit mir reden willst",fing er an ohne sich mit Begrüßungen aufzuhalten. "Ich weiß auch, dass du sauer auf mich bist." Jason seufzte und überlegte, ob der Schritt, den er als nächstes geplant hatte, wirklich so eine gute Idee war. "Und ich denke, dieser Zustand ist für uns beide nicht gerade gut, oder was sagst du? Ich sollte dir vielleicht etwas sagen." Er sah kurz an Finley vorbei. Dieses Gespräch war so verdammt unangenehm. "Ich habe nachgesehen. Die... Zauberer mit denen du zusammen gelebt hast, sind am leben. Ich habe zwar die nötigen Unterlagen noch nicht, aber wenn du dich ein wenig zusammen reißt und mich nicht mehr ansiehst, als würdest du mich jeden Moment abstechen wollen, kann ich vielleicht irgendetwas arrangieren. Gut, für die, die ein dunkles Mal besitzen wird es schwierig. Aber vielleicht kann ich etwas für das Mädchen tun. Was sagst du?"
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr Jan 02, 2015 3:33 am

Anfangs dachte Finley daran, dass er sich nur verhört haben konnte. Immerhin war es Jason, der hier mit ihm sprach und nicht jemand, mit dem man heute noch ansatzweise hätte normal sprechen, geschweige denn von dem man rationale Argumente erwarten hätte können. Finley war schon vor einiger Zeit zu dem Schluss gekommen, das sie Jason standrechtlich ins Gehirn geschissen hatten und er war auch heute morgen oder die letzten Tage durch irgendein Wort oder durch irgendeine Verhaltensweise des anderen dazu gekommen seine Meinung darüber zu ändern.
Bis jetzt.
Was Jason da von sich gab, machte irgendwo Sinn. Richtigen Sinn. Und wenn er es mit ihm ernst meinte er zumindest Rowan aus dieser Hölle befreien konnte, wäre es doch ein Anfang ihm sich tatsächlich zu nähern oder?
Finley zog seine Brauen tief zusammen, wandte sich zu ihm um und hörte einen Moment nur das Rauschen der Baumkronen im Wind, ehe er ihn musterte und langsam den Kopf schüttelte.
"Warum sollte ich dir glauben?", fragte er ruhig, dachte sogar im ersten Moment, dass seine Stimme einfach in der Geräuschkulisse um sie herum untergehen würde, doch als er sich selbst klar und deutlich wahrnahm, fiel ihm auf wie gebrochen seine Stimme klang. Er war müde und eigentlich wäre er lieber zurück in die Küche gegangen und hätte weiter Gemüse eingelegt, nur damit er sich irgendwie von dieser Qual hier ablenken konnte.
"Erst lässt du mich im Glauben oder zumindest in der Annahme, dass meine Familie tot ist und dann willst du sie mir wieder geben? Warum, Jason? Sag mir einfach warum oder erschieß mich gleich, dann haben wir diese ganze Psychoscheiße gleich hinter uns."
Er musterte ihn noch einen Moment, seine Augen fixierten ihn vorwurfsvoll und kühl, als ob er nicht sein ehemals bester Freund war, sondern wirklich nur der Kerl, der jetzt zum Zaubereiminster gewählt worden war und somit die ganze Welt ins Chaos stürzen würde.
"Ich will nicht so tun, als ob ich dein Angebot nicht annehmen will", gab er dann krächzend zu und fing an bitter zu schmunzeln, als er versuchte noch einmal den kleinen Jungen von früher in Jasons Blick zu erkennen, doch er fehlte und war nicht zu erkennen, "Das wäre gelogen. Und das weißt du. Aber ich kann dir einfach nicht vertrauen. Wer versichert mir bitte, dass du Rowan heil aus dem Ghetto raus bringst und sie nicht einfach erschießen lässt? Wer, Jason, huh? Wie soll ich wissen, dass du sie nicht einfach verschwinden lässt oder die Dokumente fälschst. Scheiße, verdammt - du könntest auch einfach nichts tun und mich über ihren Verbleib anlügen. Was würde mir das bringen?"
Als er fertig war, spürte er wie sein Puls nach oben geschnellt war und er einmal tief durchatmen musste, damit sein Körper nicht schon wieder überhand nahm und er eine weitere Attacke durchleben musste.
Nach oben Nach unten
Jason West
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 54
Anmeldedatum : 27.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr Mai 15, 2015 9:48 pm

Jason hörte seinem früheren besten Freund zu. Natürlich musste er ihm gleich wieder unterstellen, dass er log. Man sah ihm wieder einmal an, dass es ihm hier nicht gut ging und er Angst hatte. Falls alles gut gehen sollte (und Jason zweifelte langsam daran) würde er irgendwann einmal einsehen, dass das alles gut gewesen war. Aber bis dahin...
Jason seufzte. "Ich habe nicht vor dich anzulügen und ich denke, wenn ich das Mädchen ebenfalls hier wohnen lasse, wirst du mir glauben, oder? Ganz davon abgesehen wärst du nicht so allein. Schließlich habe ich in letzter Zeit wirklich viel zu tun und kann dich kaum besuchen."
Dass es ihm oft einfach viel zu unangenehm war in Finleys Gesellschaft, einfach weil er seinen Hass spüren konnte und seine verdammte Sturheit, sagte er ihm nicht. Vielleicht konnte es sich der andere sogar selbst zusammen reimen. Denn auch wenn er früher nicht gerade der logischst denkende Mensch gewesen war, er war nicht auf den Kopf gefallen.
"Also, was sagst du dazu? Ich sehe, dass ich das Mädchen hierher bringe und du versuchst wenigstens, mich nicht ganz so sehr zu hassen. Ist das für dich gut genug als Friedensangebot?"
Jason hoffte wirklich, Finley würde einfach annehmen. Schließlich hatten sie wohl beide keine Lust so weiter zu machen.
Nach oben Nach unten
Finley Avery
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 59
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr Mai 15, 2015 10:19 pm

Finley starrte Jason misstrauisch an, seine Hände hatten sich zu Fäusten geballt während dieser gesprochen hatte und auch wenn er langsam anfing ihm zu glauben, wollte er sich nicht so leicht ködern lassen. Seine Lippen verzogen sich zu einem verachtenden Schmunzeln, er schüttelte den Kopf als ob er nicht glauben könnte, was Jason da gesagt hatte. Doch das Lächeln blieb nicht lange. Es verblasste recht schnell und in Finleys Augen trat nur die Trauer, die er empfand wenn er an seine Familie dachte und vor allem wenn er sich an Rowans hübsches Lächeln erinnerte. Er schloss die Augen und holte tief Luft, ehe er sie wieder öffnete und Jason ansah, während er sein Kinn anhob.
"Dir ist klar, dass mir keine andere Wahl bleibt oder? Ich würde alles dafür tun, dass auch nur einer von ihnen wieder von dort wegkommt." Seine Stimme hörte sicher doch kaputter an, als er gedacht hatte, doch räusperte sich nicht, sein Puls war zu schnell und zu aufgeregt, als dass er sich jetzt um seine Wirkung von Jason kümmern konnte. Hier ging es schließlich um die kleine Roro. Die konnte er nicht hängen lassen, das würde er sich nie verzeihen-
"In Ordnung… ich werde mir Mühe geben, dich nicht mehr all zu sehr zu hassen", stimmte er schließlich zu, hob allerdings nicht seine Hand. "Was willst du? Einen Handschlag oder reicht dir mein Wort, dass du Rowan da raus bringst?"
Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. "Ich will sie sofort sehen, Jason. Keine Verzögerungen. Sie wird hier her gebracht ohne Zwischenstopps bei deinen kranken Freund, kapiert?"
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   

Nach oben Nach unten
 
Zukunftsrpg, Haupterzählstrang
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 4 von 4Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Geistermeisters Revenge. :: Geistermeisters fabulous Life as Geistermeister. :: Zukunftsrpg-
Gehe zu: